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Holstein Kiel v 1860 Muenchen - 2. Bundesliga Playoff First Leg
Torsten Fröhling war 2009 Interimstrainer der 1. Mannschaft von Holstein Kiel. © Getty Images

München - Sieg oder Abstieg: Der TSV 1860 München muss im zweiten Relegationsspiel zu Hause gegen Holstein Kiel gewinnen, sonst heißt es 3. Liga 1860-Trainer Torsten Fröhling spricht bei SPORT1.

Es ist die letzte Chance für den TSV 1860 München.

Für die "Löwen" zählt am Dienstag im Relegations-Rückspiel zu Hause gegen Holstein Kiel (ab 20 Uhr LIVE im Sportradio SPORT1.fm und im LIVETICKER) nur ein Sieg, wollen sie den drohenden Absturz in die Dritte Liga noch abwenden.

Vor dem Duell mit den "Störchen" spricht 1860-Coach Torsten Fröhling im SPORT1-Interview über die dramatische Ausgangslage.   

SPORT1: Herr Fröhling, wie sieht es in Ihnen aus?

Torsten Fröhling: Vor dem Hinspiel war ich noch ziemlich entspannt, weil ich wusste, dass wir noch zwei Spiele vor der Brust haben. Aber jetzt ist es so, dass es schon sehr kribbelt. Die Spannung wächst.

SPORT1: Es ist das Schicksalsspiel für die "Löwen". Ist das 0:0 vom Hinspiel nicht eine denkbar ungünstige Ausgangsposition?

Fröhling: Es ist ein gefährliches Ergebnis. Das habe ich direkt nach dem Spiel in Kiel gesagt. Aber auch, wenn wir dort 1:0 gewonnen hätten, könnten wir uns nun im Rückspiel nicht hinten reinstellen. Gewinnen müssen wir so oder so. Es ändert sich also nicht so viel daran. Wir müssen einfach gewinnen. Das wird schwer genug.

SPORT1: Der Druck auf Ihre Mannschaft ist enorm. Wie kriegen Sie Ihre Mannschaft in den letzten Stunden vor dem Showdown mit?

Fröhling: Am Sonntag und am Montag waren die Jungs ziemlich locker und gut drauf. Das war auch das Ziel unseres Kurz-Trainingslagers. Die Mannschaft ist viel entspannter als vor dem Hinspiel, denn sie weiß jetzt, wie stark die Kieler sind und wie sie spielen. Sie kann sich jetzt ganz anders auf den Gegner einstellen.

SPORT1: Sie sagten vor dem Hinspiel, dass man sehen müsse, dass 1860 Zweite Liga ist. Mit Verlaub, aber das war nicht erkennbar.

Fröhling: Das stimmt leider. Aber wer das Spiel gesehen hat, der hat gemerkt, dass wir in der ersten Halbzeit zwar keine klaren Torchancen hatten, weil der letzte Pass nicht kam. Trotzdem: Ich habe auch gute Ansätze gesehen. In der zweiten Hälfte war es sowieso ein zerfahrenes Spiel.

SPORT1: Wie gehen Sie persönlich mit dieser Situation um?

Fröhling: Ich versuche, vorneweg zu gehen und der Mannschaft ein gutes Gefühl zu vermitteln. Ich versuche, Ruhe zu bewahren und die Jungs stark zu reden, was sie auch sind. Sie sind es, die es auf dem Platz regeln-, mit dem Druck klarkommen- und ihre Qualität als Zweitligaspieler auf dem Platz zeigen müssen. Klar, geht das Ganze auch an mir nicht spurlos vorüber. Eine gewisse Anspannung ist auf jeden Fall da. Ich darf aber jetzt nicht nervös werden und das Team anstecken.

SPORT1: Ihr Topstürmer Rubin Okotie hat im Hinspiel sauer auf seine Auswechslung reagiert. Sie sagten, dass Sie ihn schützen wollten. Hat sich die Lage beruhigt?

Fröhling: Da wurde viel zu viel rein interpretiert. Dass ein Spieler, wenn er in so einem wichtigen Spiel raus muss, nicht ganz zufrieden ist, ist klar. Er hat bei mir abgeklatscht, was er dann noch gesagt hat, kann ich nicht sagen. Er wurde nirgendwo zitiert. Von daher alles gut. Rubin ist wichtig für die Mannschaft. Ihm fehlt ein Tor, ein Erfolgserlebnis. Er will unbedingt, aber er ist auch nur ein Mensch. Ich bin davon überzeugt, wenn er trifft, dann macht er auch die nächste Bude.

SPORT1: Was lässt Sie an die Rettung glauben?

Fröhling: Ich denke einfach, weil wir es uns verdient haben nach so einer Saison. Wir haben eine ganz junge Mannschaft, die diese Runde meistern musste und in den letzten Wochen haben wir uns trotz einiger Rückschläge gut geschlagen. 1860 gehört einfach in die Zweite Liga. Ich glaube an ein Happy End.

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