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Günter Netzer blickt nach vorne
Günter Netzer ist Geschäftsführer der Schweizer Vermarktungsfirma Infront © Getty Images

Der frühere Nationalspieler Günter Netzer sorgt sich um den gerade noch in der Zweiten Liga gebliebenen Traditionsklub 1860 München.

"Ich werde mich seriös erkundigen, was los ist", sagte Netzer der Süddeutschen Zeitung, "wir haben dort ein Riesenengagement, das für uns von großer Bedeutung ist."

Netzer ist als Geschäftsführer der Schweizer Vermarkterfirma Infront geschäftlich mit den Münchner Löwen verbunden. Infront hat im Februar einen Vermarktungsvertrag für die nächsten 13 Jahre mit 1860 München abgeschlossen.

Für die Vermarktung inklusive der Business Seats sollen die Löwen von Infront jährlich eine Summe von fünf Millionen Euro erhalten.

Obwohl der Klub, der als Aufstiegskandidat in die abgelaufenen Saison gestartet ist, über die Relegation gegen Kiel den Klassenerhalt geschafft hat, steht besonders Sportchef Gerhard Poschner in der Kritik. Dem Ex-Profi von unter anderem 1860 München werden Versäumnisse bei der Trainerwahl und der Kaderzusammenstellung vorgeworfen.

Mit Ricardo Moniz, Markus von Ahlen und Torsten Fröhling versuchten sich drei Trainer im Lauf der Saison. Bei der Zusammenstellung der Mannschaft baute Poschner auf Spieler aus Spanien wie Edu Bedia, Rodri oder Ilie Sanchez. Alle drei spielten in den wichtigen Relegationsspielen gegen Holstein Kiel keine Rolle mehr, durfte nicht einmal mehr mit ins Trainingslager vor bzw. zwischen den beiden Begegnungen reisen.

Sollte Poschner seinen Posten im Verein verlieren, soll aus dem Umfeld von Infront ein Nachfolgekandidat parat stehen.

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