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Sandhausen - In einem unfassbaren Spiel gegen Union feiert Sandhausen den nächsten Coup. Aus der schwächsten Offensive der Liga ist die stärkste geworden.

Der SV Sandhausen sorgt in der 2. Liga weiter für Furore und hat dem vermeintlichen Aufstiegskandidaten Union Berlin den Saisonstart gründlich verpatzt.

Die wegen Lizenzverstößen mit drei Minuspunkten in die Spielzeit gestarteten Sandhausener bezwangen die Köpenicker in einer kuriosen Partie mit 4:3 (1:1) und feierten eine Woche nach dem Auftakterfolg bei Eintracht Braunschweig (3:1) einen weiteren Überraschungscoup - der sie trotz des Abzugs auf Platz 5 katapultierte. (Highlights So., ab 19.30 Uhr in Hattrick - Die 2. Bundesliga)

Die Treffer erzielten Andrew Wooten (21./70.), Aziz Bouhaddouz (80., Foulelfmeter) und Florian Hübner (85.). Für Berlin, das zweimal in Führung lag, trafen Sören Brandy (41.) und Doppeltorschütze Damir Kreilach (55./72.). (Das Spiel zum Nachlesen im TICKER)

Selbstvertrauen in der Vorbereitung

Sandhausen, in der vergangenen Saison noch schwächstes Offensivteam der Liga, scheint über den Sommer zur Tormaschinerie geworden zu sein: Sieben Treffer in zwei Spielen hat außer ihnen nur der SC Freiburg zustande gebracht.

"Wir haben in der Vorbereitung schnell eine Mannschaft gefunden - das macht Spass!", hielt Sandhausens Trainer Alois Schwartz bei SPORT1 fest.

Auch Doppeltorschütze Wooten sieht die Saisonvorbereitung als Schlüssel: "Wir haben gut gearbeitet und haben genügend Selbstvertrauen." Der Deutsch-Amerikaner, der sein erstes Tor mit Liegestützen bejubelte, dämpfte die Euphorie aber mit dem Hinweis: "Wir bekommen die Gegentore noch zu einfach, da müssen wir noch dran arbeiten!"

"So doof kann man nicht sein"

Noch offensichtlicher ist dieser Bedarf bei Union, das weiter auf den ersten Sieg wartet und nach zwei Spieltagen nur einen Punkt auf dem Konto hat.

"Wir haben am Schluss alles verloren, die Spieler sind in der Pflicht Dinge besser zu machen", monierte Trainer Norbert Düwel bei SPORT1: "Letzte Woche haben wir den sicheren Sieg aus den Händen gegeben und jetzt wieder. Individuelle Fehler auf diesem Niveau dürfen nicht passieren."

Von einem Fehlstart wollte Düwel zwar nicht sprechen, "wir müssen uns aber deutlich strecken".

Noch deutlicher sprach das Mittelfeldmann Brandy aus: "Das ist amateurhaft von uns. So doof kann man in der Zweiten Liga nicht sein."

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