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Kaiserslautern rettet immerhin einen Punkt © Imago

Berlin - Beinahe gibt Kaiserslautern das Spiel bei Union komplett aus der Hand, verzweifelt auch an Elfmetertöter Haas. Dann braucht ein Luxemburger Debütant nur Sekunden.

Maurice Deville hat den 1. FC Kaiserslauternn vor einer Niederlage bewahrt. Der Zweitliga-Debütant war gerade einmal 72 Sekunden dem Platz, da rettete er den Pfälzern mit seinem Treffer zum 2:2 (1:0) den Pfälzern einen Punkt bei Union Berlin. (DATENCENTER: Ergebnisse und Spielplan)

Für den 23-Jährigen war der Erfolg in doppelter Hinsicht etwas Besonderes. "Ich habe die letzten Tage davon geträumt, in meinem ersten Spiel gleich ein Tor zu machen. Ich widme das Tor meiner Oma, die leider vor einem Monat verstorben ist", erklärte er bei SPORT1: "Sie war alles für mich. Ich hoffe, sie hat den Treffer gesehen."

Haas pariert gegen Przybylko

Der FCK blieb damit weiter ungeschlagen, verlor aber etwas den Anschluss an die Spitze. "Zwei Gegentore sind heute für uns nicht würdig, das darf nicht passieren", haderte Lauterns Chris Löwe bei SPORT1 und ergänzte: "Wer sagt, wir hätten einen Fehlstart, der hat keine Ahnung."

Die Berliner warten derweil auch nach dem vierten Pflichtspiel auf den ersten Sieg. (DATENCENTER: Tabelle)

Vor 20.149 Zuschauern an der Alten Försterei traf Ruben Jenssen (23.) zur FCK-Führung. Maximilian Thiel (67.) und Bobby Wood (72.) drehten die Partie, ehe Union-Torhüter Daniel Haas gegen Kacper Przybylko einen Foulelfmeter parierte (79.). Doch Deville (87.) verhinderte die Niederlage des FCK. Der 23-jährige Luxemburger war vor der Saison aus der zweiten Mannschaft des FCK zu den Profis gestoßen. (SERVICE: Die Statistiken zum Spiel)

© SPORT1

Union spielt um Wiedergutmachung

Berlin war um Wiedergutmachung für die bisher schwachen Leistungen und das Aus im DFB-Pokal bei Viertligist Viktoria Köln bemüht.

Jenssen bestrafte Berlin nach einem wunderbaren Pass von Daniel Halfar aus elf Metern. Lautern lag zur Pause verdient vorne, weil es hinten gut und kompakt stand und im Angriff schnörkellos agierte.

Das Publikum begleitete die Unioner mit Pfiffen in die Pause. Nach dem Seitenwechsel kam Berlin aber mit Willen und Kampfeslust zurück.

Thiel schloss einen Konter zum Ausgleich ab, Wood traf erstmals für seinen neuen Klub. Zum ersten Sieg reichte es dennoch nicht. Dennoch: "Ich bin stolz auf die Mannschaft", sagte Berlins Trainer Norbert Düwel bei SPORT1: "In der zweiten Halbzeit haben wir fantastisch nach vorne gespielt."

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Die Fakten zum Spiel

  • 61 % Spielanteile und 20:11 Torschüsse für die Lauterer, dazu ein vergebener Elfer und eine verspielte Führung – am Ende muss der FCK aber mit dem Punkt zufrieden sein, da man erst spät ausglich
  • Union dreht nach ganz schwacher erster Hälfte das Spiel, bleibt aber weiter sieglos in dieser Saison: Im 4. Pflichtspiel lagen die Köpenicker zum 4. Mal zwischenzeitlich in Führung, nie hat es zum Sieg gereicht
  • Haas hält erstmals seit drei Jahren einen Elfer. Damit macht er seinen Bock vorm 0:1 wieder gut. Przybylko hatte im Pokal wie alle Lauterer Schützen noch sicher verwandelt, seinen ersten Liga-Elfer vergibt er.
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