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Philipp Klingmann und der SV Sandhausen geben erstmals in dieser Saison Punkte ab
Philipp Klingmann und der SV Sandhausen geben erstmals in dieser Saison Punkte ab © Getty Images

Sandhausen - Nach drei spektakulären Siegen zum Saisonstart kommt der SVS gegen den 1. FC Heidenheim zuhause nicht über ein torloses Remis hinaus und verpasst die Tabellenführung.

Der SV Sandhausen hat die erneute Tabellenführung verpasst (DATENCENTER: Tabelle 2. Bundesliga).

Die Überraschungsmannschaft musste sich nach zuvor drei Siegen am 4. Spieltag im Baden-Württemberg-Derby mit einem 0:0 gegen den 1. FC Heidenheim begnügen und wartet bereits seit acht Pflichtspielen gegen den Angstgegner auf einen Erfolg (Highlights ab 22.15 Uhr im TV auf SPORT1).

Andrew Wooten blieb gegen Heidenheim blass © SPORT1

Wooten bekennt sich zum SVS

"Es ist in der vergangenen Woche viel auf die Mannschaft eingeprasselt, hier und dort gab es Termine und Transfergerüchte, die Mannschaft ist gut damit umgegangen. Mit dem 0:0 kann ich leben", sagte Sandhausens Trainer Alois Schwartz gegenüber SPORT1.

Vor allem für Angreifer Andrew Wooten, der momentan mit fünf Treffern die Torschützenliste anführt, sollen offenbar einige Anfragen von anderen Vereinen vorliegen. Der Top-Torjäger denkt jedoch nicht an einen Abschied: "Ich habe einen Vertrag und fühle mich hier wohl. Ich gehe nicht weg hier", bekennt sich Wooten bei SPORT1 zum SVS.

Kaum Highlights im Hardtwald

Im Spitzenspiel vor 5752 Zuschauern blieb Wooten allerdings dieses Mal blass, er kam nur auf einen Torschuss. Ohne den verletzten Aziz Bouhaddouz, der von Ranisav Jovanovic ersetzt wurde, lief es bei den Gastgebern nicht so rund wie bisher.

Klare Torchancen gab es in den ersten 45 Minuten weder auf der einen noch auf der anderen Seite, so dass Sandhausen erstmals in dieser Saison ohne eigenen Treffer in die Kabine ging (SERVICE: Die Statistiken zum Spiel).

Schnatterer scheitert an Knaller

Auch nach dem Seitenwechsel tat sich Sandhausen recht schwer. Heidenheim übernahm seinerseits die Initiative und hatte durch Arne Feick sowie Kapitän Marc Schnatterer, der mit einem schönen Freistoß an SVS-Torwart Marco Knaller scheiterte, auch die besseren Möglichkeiten.

In der 58. Minute zappelte der Ball sogar im Netz, allerdings wurde der Treffer von Robert Leipertz wegen einer vermeintlichen Abseitsstellung aberkannt. "Mit etwas Glück und der richtigen Schiedsrichterentscheidung hätten wir vielleicht glücklich gewonnen - es war kein Abseits", haderte Heidenheims Trainer Frank Schmidt bei SPORT1 mit dem Unparteiischen Patrick Alt.

Die Fakten zum Spiel

  • Der Ausfall von Aziz Bouhaddouz fiel schwer ins Gewicht: Top-Torjäger Andrew Wooten war ohne seinen kongenialen Partner abgemeldet (nur ein Torschuss und erstmals ohne Tor), seine auffälligste Szene war eine rüde und mit Gelb bestrafte Grätsche
  • Ersatz Ranisav Jovanovic merkte man an, dass er lange nicht von Beginn an gespielt hat: Es war das erste Mal seit April 2014. Er mühte sich, ist aber nicht so präsent und zweikampfstark wie Bouhaddouz
  • Die Gäste machten den Sandhäusern das Leben mit deren eigenen Tugenden schwer: Heidenheim enorm zweikampfstark (55 % gewonnene Duelle) und auch sehr laufstark (drei Kilometer mehr gelaufen als der SVS)
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