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Ralf Rangnick tritt mit RB Leipzig auf der Stelle
Ralf Rangnick tritt mit RB Leipzig auf der Stelle © Getty Images

Berlin - Leipzig bestimmt bei Union über weite Strecken das Geschehen, zeigt sich vor dem Tor aber ein ums andere Mal zu harmlos. Ein spätes Jokertor sichert den Sachsen den Punkt.

RB Leipzig findet in der Zweiten Liga nicht richtig in die Spur.

Auch im zweiten Spiel hintereinander verapsst das Team von Trainer Ralf Rangnick einen Sieg und rutscht ab auf Rang fünf.

Die Sachsen mussten sich beim 1. FC Union Berlin mit einem mageren 1:1 begnügen, nachdem es lange nach einem Dreier für die Hausherren ausgesehen hatte (DATENCENTER: Tabelle 2. Bundesliga).

Leipzig zu harmlos

Vor 21.283 Zuschauern in der Alten Försterei hatte Sören Brandy in der 25. Minute per Kopf die Hauptstädter in Führung geschossen, ehe der eingewechselte Nils Quaschner in der 83. Minute noch ausglich. 

"Wir haben einen Fehler gemacht, der tragischer Weise auch bestraft wurde. Wir hätten den Sieg verdient gehabt", sagte ein enttäuschter Union-Coach Norbert Düwel zu SPORT1. "Wir haben im Moment das Glück nicht auf unserer Seite. Ob das Gegentor früh oder spät fällt, ist mir total egal. Wir werden mit Sicherheit unsere Punkte holen. Die Qualität wird sich am Ende durchsetzen."

Rangnick erkennt richtiges Zeichen

Rangnick sagte bei SPORT1: "Meine Mannschaft hat sich mit Ausgleich belohnt, mit dem Ergebnis bin ich nicht zufrieden, mit der Moral der Mannschaft schon." Und weiter: "Mit den Auswechslungen haben wir an Kreativität und Torgefahr gewonnen. Das heute war ein Zeichen, dass wir auf dem richtigen Weg sind."

Leipzig war zwar über weite Strecken überlegen, vor dem Tor der Hausherren aber viel zu harmlos.

Auf der anderen Seite hatte RB-Keeper Fabio Coltorti das Glück auf seiner Seite, als Berlins Mittelstürmer Bobby Wood und Fabian Schönheim weitere gute Gelegenheiten der Gastgeber vergaben (SERVICE: Die Statistiken zum Spiel).

© SPORT1

Union im Glück

Nach der Pause hatte das Team von Düwel aber ein ums andere Mal das Glück auf ihrer Seite.

Am Ende hatten sich die Leipziger den Punkt verdient, wenngleich die hochgelobten Stürmer Yussuf Poulsen, der nach 45 Minuten raus musste, und Davie Selke erneut enttäuschten.

Fakten zum Spiel:

  • 15:7 Torschüsse und über 60 % Spielanteile für Leipzig - sie treffen das Tor aber nicht, das übernimmt der Gegner: Parensen mit seinem 2. Eigentor in der 2. Liga (letzte Saison beim 3:3 in Ingolstadt)
  • Union enorm engagiert, mit ganz viel Leidenschaft und 25 Fouls - aber spielerisch war das ganz, ganz mau. Unions Passquote lag bei miserablen 52 %, das heißt fast jedes 2. Zuspiel kam nicht an 
  • Sören Brandy mit Köpfchen: Sein 40. Zweitligator war schon das 14. per Kopfball
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