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Das Thema Felix Magath wird bei 1860 München wieder heiß. Beim kleinen Derby in der Regionalliga deutet er sein Interesse an.

Vor der Kamera sprach Felix Magath in der ihm eigenen Art vor allem in Andeutungen.

Hinter den Kulissen dürfte es konkreter geworden sein zwischen dem mehrmaligen Meistertrainer und dem TSV 1860 München - wo Magath wieder als neuer starker Mann im Gespräch ist.

Beim kleinen Derby in der Regionalliga Bayern zwischen dem FC Bayern II und 1860 München II saß Magath im Publikum, schon das durften die Fans der "Löwen" als Signal verstehen, dass es zwischen ihm und dem zweitgrößten Klub der bayerischen Landeshauptstadt wieder heißer geworden ist.

Magath sendet zwischen den Zeilen

Und im Interview während des Spiels versendete Magath seine Botschaften zwischen den Zeilen.

"Ab und zu könnte ich zu Fuß hier ins Grünwalder Stadion gehen", sagte Magath SPORT1, als er auf den kurzen Weg von seinem Wohnort zum Trainingsgelände der "Löwen" angesprochen wurde.

Abgeneigt zeigte sich Magath einem Engagement jedenfalls nicht, machte aber deutlich, dass hierzu im Klub erstmal die richtigen Weichen gestellt werden müssten: "60 ist in einer schwierigen Situation. Es wird in ein paar Wochen eine Jahreshauptversammlung sein. Bis dahin gilt es abzuwarten. Das ist dann eine sehr wichtige Entscheidung für den Klub, was da passiert."

"Er hätte alles im Griff"

Magath macht seine Entscheidung also davon abhängig, wie das stets volatile Machtgefüge des Klubs nach der Mitgliederversammlung im Herbst aussieht. Dass dies bedeutsam ist, zeigte sich schon im Juni, als das frühere Präsidium um Gerhard Mayrhofer Magath installieren wollte - dabei aber am Widerstand von Investor Hasan Ismaik scheiterte, der Sportdirektor Gerhard Poschner trotz aller Kritik die Treue hielt. Mayrhofer und sein Gefolge warfen danach hin.

Durch Poschners Rücktritt ist Magath nun wieder im Spiel, zumal er auch ohne Mayrhofer noch genug mächtige Fürsprecher hat. Er hat beste Kontakte zu Löwen-Vermarkter Infront, wo sein guter Freund Günter Netzer Exekutivdirektor ist.

TSV 1860 München Christian Ziege
Ebenfalls am Sonntag im Stadion vor Ort: Sportchef-Interessent Christian Ziege © SPORT1

Auch im Umfeld von Interimspräsident Siegfried Schneider wird Magath geschätzt. "Felix wäre DER Glücksfall für uns Löwen", sagt Karsten Wettberg, 1860-Trainerlegende und Berater des Präsidiums, zu SPORT1: "Dann wäre endlich Ruhe. Er hätte alles im Griff."

Gegenwärtig ist der 34 Jahre alte Scout Necat Aygün übergangsweise zum Sportdirektor bei 1860 aufgestiegen, das sich nach zwei Niederlagen in zwei Spielen auch sportlich mal wieder in der Krise befindet. Als Dauerlösung für den Sportchef-Posten hat sich bei SPORT1 auch Ex-Nationalspieler Christian Ziege angeboten, der beim kleinen Derby ebenfalls im Stadion saß.

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