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Jens Todt (l., mit Trainer Markus Kauczinski) ist seit Juni 2013 Sportdirektor beim Karlsruher SC © Imago

München und Karlsruhe - Karlsruhes Sportdirektor Jens Todt erklärt SPORT1, dass er sich von der Entscheidung des Trainers einen Jetzt-erst-recht-Effekt erhofft. Einen Rausschmiss schließt er aus.

Sportdirektor Jens Todt hat die Entscheidung von Trainer Markus Kauczinski, seinen zum Saisonende auslaufenden Vertrag beim Zweitligisten Karlsruher SC nicht zu verlängern, zwar mit Bedauern zur Kenntnis genommen. Zugleich erhofft er sich davon aber auch einen positiven Nebeneffekt.

"Im kommenden Sommer sind es 15 Jahre, die Markus für diesen Verein tätig ist, und in dieser Zeit hat er stets hervorragende Arbeit geleistet. Daher ist das natürlich sehr schade", sagte der 45-Jährige zu SPORT1.

Dass Kauczinskis Entschluss die Folge möglicher Probleme zwischen Trainer und Mannschaft gewesen sein könnte, schloss Todt aber aus. "Das Verhältnis war und ist absolut intakt", betonte er.

Er glaube auch nicht, dass die Entscheidung des Trainers die ohnehin schon kriselnde Mannschaft zusätzlich verunsichern könnte, so Todt. Stattdessen erhoffe er sich eine Art Jetzt-erst-recht-Effekt, der "bei dem einen oder anderen Spieler vielleicht sogar noch etwas freisetzt".

In der Tabelle liegen die Karlsruher, die in der abgelaufenen Saison erst in der Relegation gegen den Hamburger SV den möglichen Aufstieg in die Bundesliga verpasst hatten, aktuell nur auf Platz 14.

Da er "in den vergangenen drei Spielen einen klaren Aufwärtstrend ausgemacht" habe, schließt Todt eine vorzeitige Trennung von Kauczinski - zum Beispiel in der Winterpause - aber aus.

"Die Suche nach einem Nachfolger beginnt natürlich jetzt sofort", sagte der Sportdirektor zwar, fügte aber auch hinzu: "Unser Plan ist es, die Saison gemeinsam zu Ende zu bringen und uns im Mai dann herzlich von Markus zu verabschieden."

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