vergrößernverkleinern
Ilja Gruev holte in seinem Debüt mit Duisburg einen Zähler gegen Freiburg © imago

Duisburg - MSV Duisburg landet im ersten Spiel unter neuem Trainer einen Achtungserfolg. Die Breisgauer erobern vorübergehend die Spitze zurück, verpassen es aber, im Fernduell mit Leipzig vorzulegen.

Zweitliga-Schlusslicht MSV Duisburg hat beim Debüt seines neuen Trainers Ilja Gruev einen Achtungserfolg gegen den neuen Tabellenführer verbucht. Die Zebras erkämpften dank einer verbesserten Defensive gegen den nun seit drei Spielen sieglosen SC Freiburg ein 1:1 (1:0). Dem SCF reichte der Punkt, um zumindest für eine Nacht die Tabellenspitze zu erobern. 

Nach dem 1:0 durch Thomas Bröker hoffte der MSV vor 15.311 Zuschauern sogar auf seinen erst zweiten Saisonsieg im 14. Liga-Spiel, doch Amir Abrashi (62.) gelang in der 62. Minute der Ausgleich.

MSV in Unterzahl

Der Duisburger Thomas Meißner sah in der 82. Minute nach wiederholtem Foulspiel die Gelb-Rote Karte. Gruev hatte unter der Woche auf der MSV-Bank Gino Lettieri ersetzt, der nach dem 0:1 bei 1860 München entlassen worden war. (SERVICE: Das Spiel zum Nachlesen im TICKER)

Der neue Trainer zeigte sich zufrieden mit dem Zähler: "Wir haben gewusst, dass Freiburg, spielerisch sehr stark ist. Sie stehen nicht umsonst dort, wo sie sind", sagte er bei Sky.

© SPORT1

Die Gäste aus dem Breisgau waren zunächst eine halbe Stunde lang spielbestimmend, sie hatten mehr Ballbesitz und auch die besseren Chancen: Maximilian Philipp (17.) beispielsweise schlenzte den Ball an den linken Torpfosten. 

MSV-Coach Gruev tat, was ein neuer Trainer als Sofortmaßnahme tun kann: Er setzte auf eine stabilisierte Defensive und gelegentliche Vorstöße, die lange jedoch nicht mehr als Fernschüsse hervorbrachten. (DATENCENTER: Tabelle)

Streich mosert

Das änderte sich mit Brökers schmeichelhaftem Führungstreffer nach Vorarbeit von Victor Obinna. Der MSV wollte nun vielleicht zu viel und wurde dabei kalt erwischt: Als der SC Freiburg durch Abrashis unhaltbaren Schuss zurückgeschlagen hatte, übernahm er auch wieder die Spielkontrolle. (DATENCENTER: Ergebnisse und Spielplan)

Für etwas Zählbares reichte es jedoch nicht mehr. Freiburgs Nicolas Hofler bemängelte: "Das ist immer die Gefahr, wenn man denkt, es wird ein leichtes Spiel. Uns hat der letzte Wille im letzten Drittel gefehlt."

Sein Trainer Christian Streich monierte derweil die harte Gangart des Gegners: "Bei Maximilian Philipp hätte ich mir gewünscht, dass er dann auch mal geschützt wird. Jedes Mal wird er umgehauen - das ist dann des Guten zu viel", kritisierte Streich bei Sky.

teilentwitternsammelnE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel