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Nach dem Absturz auf den vorletzten Tabellenplatz zieht Fortuna Düsseldorf die Reißleine und trennt sich von Trainer Frank Kramer. Vorerst übernimmt sein Co-Trainer.

Fortuna Düsseldorf hat nach dem Absturz auf einen Abstiegsplatz seinen Trainer Frank Kramer beurlaubt. Ihren sechsten Trainerwechsel in zwei Jahren gaben die Rheinländer am Montagmittag nach einer Krisensitzung der Führungsetage bekannt.

Ein Nachfolger wurde nicht benannt, "bis auf Weiteres" leitet Co-Trainer Peter Hermann das Training.

"Bedrohliche Situation"

"Die Punktausbeute in den ersten 15 Saisonspielen und die bedrohliche Situation als Tabellen-Siebzehnter haben uns zu diesem Schritt gezwungen", sagte Sportdirektor Rachid Azzouzi, dessen Wunschtrainer Kramer gewesen war: "Wir hatten nicht mehr die hundertprozentige Überzeugung, dass wir mit Frank Kramer den Negativtrend stoppen können." Paul Jäger, kommissarischer Klubchef, sprach von einer Entscheidung "im Sinne des Vereins" in einer kritischen Situation.

Kramer (43) hatte das Amt erst zum Saisonbeginn übernommen, er kam gemeinsam mit Sportdirektor Rachid Azzouzi, der ebenfalls stark in der Kritik steht.

Keller ein Kandidat

Die Düsseldorfer galten als potenzieller Aufsteiger, sind aber nach 15 Spieltagen mit 13 Punkten Vorletzter.

Am Freitag gab es im Heimspiel gegen den Tabellenletzten MSV Duisburg ein enttäuschendes 1:1.

Als Nachfolger werden Jos Luhukay, Jens Keller und Thomas Schaaf gehandelt. Friedhelm Funkel hatte sich bereits vor Kramers Entlassung selbst ins Gespräch gebracht. Nach SPORT1-Informationen gibt es aber zu Keller keinen Kontakt.

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