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Hasan Ismaik ist Investor des TSV 1860 München
Hasan Abdullah Ismaik findet offenbar kein Gefallen an den Finanzplänen der Münchner Löwen © Getty Images

Bei den Löwen herrscht Unruhe. Ein Mittelsmann des Investors gibt seine Posten auf. Ismaik soll unzufrieden mit der Entwicklung des Klubs sein. Ein Deal steht auf der Kippe.

Bei 1860 München herrscht mal wieder Aufregung. Nach einem Bericht der Süddeutschen Zeitung hat ein Mittelsmann von Investor Hasan Ismaik, Ulrich Bez, seine Posten im Aufsichtsrat und Beirat niedergelegt. 

Ursprünglich war Bez als Vertrauensperson des Scheichs eingesetzt worden. Er sollte dessen Interessen vertreten, wenn Ismaik selbst nicht in Deutschland weilt. Dem Bericht zufolge haben beide Seiten aber keine gemeinsame Linie über den künftigen Kurs bei den Löwen gefunden. Entsprechend habe sich Bez von seinen Ämtern zurückgezogen. 

Derweil scheint Isamik alles andere als angetan zu sein von der Entwicklung des abstiegsbedrohten Zweitligisten - sportlich wie wirtschaftlich nicht. Wie die SZ schreibt, hat der Investor am vergangenen Mittwoch am Rande des Pokalspiels gegen Bochum die Hauptversammlung der Fußball-KGaA sausen lassen. 

Bei dem Treffen soll es einmal mehr um die angespannte finanzielle Lage des Klubs gegangen sein. Laut Bericht droht den Löwen wegen wirtschaftlicher Engpässe erneut eine Geldstrafe durch die Deutsche Fußball-Liga. Darum hatte der Klub offenbar erneut vor, ein Darlehen Ismaiks in sogenannte Genussscheine umzuwandeln, um den Anteil an Eigenkapital in den Bilanzen zu erhöhen.

Diesen Kniff hatte 1860 bereits in der Vergangenheit angewendet, um Sanktionen zu umgehen. Wie die SZ schreibt, war Ismaik diesmal aber nicht gewillt, in den Deal einzuwilligen. Der Scheich sei frustriert, heißt es. 

Präsident Peter Cassalette sagte der Zeitung: "Jetzt muss man sehen, wie er darauf reagiert. Ob er frustriert ist und nix macht. Oder ob er frustriert ist und einsieht, dass er was machen muss." 

Laut Cassalette ist man bei den Löwen darauf vorbereitet, sollte Ismaik diesmal kein Geld zur Verfügung stellen. "Es gibt einen Plan B und es gibt sogar einen Plan C", sagte er.

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