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Ralf Rangnick strebt mit Leipzig den Aufstieg in die Bundesliga an
Ralf Rangnick wurde in Fürth mit einem vollen Bierbecher beworfen © Getty Images

Der Trainer von RB Leipzig wird in Fürth von einem vollen Bierbecher getroffen. Diese "Feindseligkeiten" wolle sich Rangnick nicht länger bieten lassen.

RB Leipzigs Trainer Ralf Rangnick hat empört auf Übergriffe gegen seinen Klub während des Zweitligaspiels bei der SpVgg Greuther Fürth reagiert.

Der 57 Jahre alte Coach sprach von "Feindseligkeiten", die im Fußball nichts zu suchen hätten.

"Als in der 91. Minute der Ausgleich fiel, ist ein voller Bierbecher auf uns geworfen worden. Da hört für mich der Spaß auf", sagte Rangnick nach dem 2:1 (0:0)-Sieg. Der Becher hatte ihn und Co-Trainer Achim Beierlorzer getroffen: "Ich wundere mich, dass die Fürther lieber einen Becher auf uns werfen, als ihr Tor zu bejubeln. Doch so etwas lassen wir uns nicht bieten."

Rangnick zeigte überhaupt kein Verständnis für die Zustände im Fürther Stadion. "Wenn so etwas bei uns im Stadion passiert, hätte das massive Folgen. Wenn bei uns im Stadion ein Trainer von einem Wurfgeschoss oder einem Bierbecher getroffen wird, dann würde ich mich höchstpersönlich einbringen", sagte der Coach bei Sky.

Rangnick wollte den Vorfall aber selbst nicht dem DFB melden. "Der Schiedsrichter hat es ja mitgekriegt. Der vierte Offizielle auch. Wir wollen das jetzt nicht höher hängen, als es nötig ist", sagte der Trainer des Tabellenführers. Die Atmosphäre im Stadion sei ansonsten okay gewesen, die Mannschaft habe die richtige Antwort auf dem Platz gegeben.

RB-Vorstands-Boss Oliver Mintzlaff war um eine richtige Einordnung der Vorfälle bemüht. "Nicht nur wir werden mit solchen Problematiken aber konfrontiert, sondern es ist ein grundsätzliches Problem, mit dem die ganze Liga zu kämpfen hat", meinte Mintzlaff und erklärte: "Gegenüber RB Leipzig ist eine immer stärkere Versachlichung eingetreten. Der Unterschied zur vergangenen Saison ist wie Tag und Nacht."

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