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1860 Muenchen v Energie Cottbus - 2. Bundesliga
Investor Hasan Ismaik will 1860 München weiter unterstützen. © Getty Images

Der Investor bekräftig in einem Offenen Brief, dass er die Löwen weiter "voll unterstützen werde". Sein finanzielles Investment knüpft der Jordanier allerdings an Bedingungen.

In einem mehrseitigen offenen Brief hat Investor Hasan Ismaik dem finanziell angeschlagenen Zweitligisten 1860 München weitere Hilfe zugesagt, diese aber an Bedingungen geknüpft.

"Ich bestätige hiermit erneut", schrieb der Jordanier auf Facebook, "dass ich diesen Verein weiterhin voll unterstützen werde, sei es über weitere finanzielle Investments oder auf andere Weise. Allerdings gibt es einige fundamentale Dinge, die angesprochen werden müssen."

"Keine klare Strategie"

Diese Dinge seien laut Ismaik, dass der Verein "keine klare Strategie oder einen Geschäftsplan hat, der angemessen die derzeit verringerten Einkommensverhältnisse widerspiegeln würde". Überdies gebe es "keine überlebensfähige Alternative" zur Spielstätte Allianz Arena, die der TSV 1860 als Mieter des FC Bayern nutzt.  

 

Weiter bat der 39-Jährige die deutschen Fußballverbände, "ihre Haltung im Hinblick auf das Eigentum und die Führung von Sportklubs durch ausländische Investoren zu überdenken".

Bestreben nach Änderung von 50+1

Kurz: Ismaik wünscht sich eine Änderung der 50+1-Regel, die den Einfluss von Investoren limitiert. Ismaik möchte eine Anpassung "an die Regeln europäischer Nachbarländer, wie England. Nur mit solchen Änderungen können wir hoffen, die deutschen Bundesligen in dieselben (finanziellen) Regionen zu bringen, wie sie in England erreicht werden", schrieb Ismaik.

Pikanterweise weilt der neue 1860-Präsident Peter Cassalette gerade bei einem Besuch des Investors in Abu Dhabi. Dort soll die Zukunft des Traditionsvereins besprochen werden, der ohne die Unterstützung Ismaiks auf eine Insolvenz zusteuert.

1860 zu Strafe verdonnert

Die Löwen hoffen auf eine Million Euro für Transfers, zumal Ismaik zuletzt eine Darlehensssumme von 3,5 Millionen Euro nicht in Genussscheine umwandeln wollte und so eine Geldstrafe der Deutschen Fußball Liga (DFL) in Höhe von 750.000 Euro wegen nicht eingehaltener Auflagen herausforderte.

Diese Entscheidung sei laut Ismaik der einzige Weg, "diejenigen zur Rechenschaft zu ziehen, die für das Management des Klubs verantwortlich sind. Genug ist genug." Er habe in den Vorjahren der Umwandlung von 19 Millionen Euro zugestimmt und insgesamt nahezu 50 Millionen Euro seit seinem Einstieg investiert.

"Für mich ist nicht erkennbar, wofür mein Geld ausgegeben wurde", so Ismaik, der nach wie vor hofft, "diesen einst großen Verein wieder auf den Gipfel des deutschen und europäischen Fußballs zu bringen."

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