vergrößern verkleinern
Arminia Bielefeld v MSV Duisburg - 2. Bundesliga
Thomas Meissner (r., im Duell mit Bielefelds Francisco Rodriguez) und die Duisburger bleiben nach der Niederlage auf der Alm Letzter © Getty Images

Bielefeld - Der MSV verpasst es in Bielefeld, den Rückstand auf die Konkurrenz im Abstiegskampf zu verkürzen. Schiedsrichter Robert Schröder trägt mit einer Fehlentscheidung dazu bei.

Der MSV Duisburg hat die Niederlagen der Konkurrenz nicht genutzt und befindet sich weiter im freien Fall Richtung 3. Liga.

Durch das 1:2 (1:2) im ersten Spiel des Jahres 2016 bei Mitaufsteiger Arminia Bielefeld verpassten es die Zebras, erstmals seit Anfang September den letzten Tabellenplatz zu verlassen. Nach dem 20. Spieltag hat der MSV fünf Punkte Rückstand auf den Abstiegs-Relegationsplatz. (DATENCENTER: Tabelle)

"In den wichtigen Moment haben wir unsere Chancen nicht konsequent genutzt und naiv verteidigt", bemängelte MSV-Coach Ilia Gruev bei SPORT1. "Deswegen wurden wir bitter bestraft. Aber ich kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen: Wir haben aggressiv gespielt und Bielefeld das Leben schwer gemacht." 

Die Arminia rückte dagegen auf Rang neun vor und hat den Klassenerhalt bei zehn Zählern Vorsprung auf Platz 16 dagegen fast schon sicher. (DATENCENTER: Ergebnisse und Spielplan)

"Mit diesem Sieg bekommen wir ein bisschen Ruhe", meinte Bielefelds Coach Norbert Meier am SPORT1-Mikrofon: "Aber wir dürfen uns deshalb nicht in Sicherheit wiegen."

Brökers Führungstor reicht MSV nicht

Kapitän Fabian Klos (22.) und Christopher Nöthe (26.) schossen die Tore für die Arminia, nachdem die Gäste durch Thomas Bröker in Führung gegangen war (11.). In sieben Spielen unter dem neuen Trainer Ilia Gruev holte der MSV sechs Punkte.

Die Duisburger begannen durchaus couragiert und wurden schnell belohnt. Nach einer Flanke von Kevin Wolze und Kopfball-Ablage des Ex-Bielefelders Zlatko Janjic drückte Bröker den Ball aus kurzer Entfernung über die Linie.

Klos bringt Arminia zurück

Eine schöne Einzelleistung von Klos, der den Ball mit dem Rücken zum Tor annahm und aus der Drehung traf, brachte die Arminia zurück ins Spiel und den MSV aus dem Konzept. Keine vier Minuten später bediente Francisco Rodriguez, vom VfL Wolfsburg ausgeliehener Bruder von Bundesliga-Profi Ricardo Rodriguez, Klos und dessen Querpass verwertete Nöthe.

Brian Behrendt foult Branimir Bajic klar im Strafraum © SPORT1

Gleich doppelt Pech hatte der MSV in der 72. Minute: Nach einem Foul von Brian Behrendt an Branimir Bajic entschied Schiedsrichter Robert Schröder fälschlicherweise auf Freistoß statt Elfmeter. Das Foulspiel ereignete sich klar im Sechzehner. Janjic schoss den Freistoß anschließend Zentimeter über das Tor. "Das war ein klarer Elfmeter", meinte Gruev.

Auch die weiteren Bemühungen der in der zweiten Halbzeit stärkeren Duisburger blieben unbelohnt.

"Eine Erklärung dafür habe ich auch nicht", sagte Torschütze Bröker bei SPORT1. "Wir haben ein gutes Spiel abgeliefert und hätten eigentlich etwas mitnehmen müssen."

Unterkriegen lassen wollen sich die Duisburger aber weiterhin nicht. Gruev kündigte an: "Wir werden unseren Weg weiter mit breiter Brust gehen."

x
Bitte bewerten Sie diesen Artikel