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Stefan Effenberg ist mit Paderborn seit zwölf Liga-Spielen ohne Sieg
Die Luft für Stefan Effenberg wird dünner © Getty Images

Paderborn - Die Luft für Stefan Effenberg wird dünner. Doch der Trainer des SC Paderborn gibt sich nach dem neuerlichen Rückschlag gegen Kaiserslautern bei SPORT1 kämpferisch.

Die Lage für Stefan Effenberg beim SC Paderborn wird immer prekärer.

Beim 0:4 (0:2) gegen den 1. FC Kaiserslautern blieb der Trainer-Novize mit dem Bundesliga-Absteiger zum neunten Mal in Folge ohne Sieg. Damit droht dem 47-Jährigen das vorzeitige Aus. Nach SPORT1-Informationen hat es bereits ein Gespräch zwischen Präsident Wilfried Finke und Effenberg über die Zukunft des Trainers gegeben. (Das Spiel im TICKER zum Nachlesen)

"Denke, ich darf hier arbeiten"

Unmittelbar nach dem Abpfiff hatte sich Effenberg kämpferisch gegeben. "Ich bin keiner, der fliegt", betonte der Coach bei SPORT1: "Ich denke, ich darf hier weiter arbeiten."

Und in Richtung des Präsidenten fügte er hinzu: "Wenn man unter Männern redet und eine Abmachung hat, dann sollte man dazu stehen."

Zuvor hatte die Bild Finke noch in der Halbzeit auf Mallorca erreicht. Seine vernichtende Analyse: "Das ist ein besseres Freundschaftsspiel. Ich habe keinen Abstiegskampf gesehen. Mit dieser Leistung werden wir die Klasse nicht halten. In der Konstellation wird es schwierig, weiter zusammenzuarbeiten", zählte Finke Effenberg an.

Galgenfrist vorzeitig abgelaufen?

Vor einigen Tagen hatte er Effenberg noch eine Galgenfrist bis Ende des Monats gegeben. "Der Februar wird ein ganz entscheidender Monat für uns. Dann wird man sehen, wohin die Reise geht", hatte der mächtige Klubboss Ende Januar gesagt.

Stipe Vucur (22., 77.), Ruben Jenssen (35.) und Mateusz Klich (56.) zerstörten vor 9653 Zuschauern die Paderborner Hoffnungen auf die Trendwende.

Fans versuchen Geschäftsstelle zu stürmen

Erstmals erschallten "Effe raus"-Rufe im Stadion. Nach dem Schlusspfiff eskalierte die Situation. Etwa 100 Anhänger versuchten Absperrungen zu durchbrechen und die Geschäftsstelle des Vereins zu stürmen. Sport-Geschäftsführer Michael Born und Kapitän Marvin Bakalorz konnten die Lage schließlich nach langen Diskussionen beruhigen.

Mit dem Ostwestfalenderby bei Arminia Bielefeld und dem Heimspiel gegen Tabellenführer RB Leipzig hat Paderborn bis zum Monatsende schwere Aufgaben vor der Brust.

Dem SCP (17 Punkte) droht nach der jüngsten Pleite am 21. Spieltag der Absturz auf einen direkten Abstiegsplatz in der 2. Bundesliga. (Die Tabelle der Zweiten Liga)

"Es geht um die Existenz"

"Ich hoffe, dass jetzt auch der Letzte aufgewacht ist", sagte Effenberg bei SPORT1: "Es geht hier um die Existenz und ich glaube, dass ist dem einen oder anderen nicht bewusst."

Kaiserslautern schob sich durch den höchsten Saisonsieg mit 30 Punkten zunächst auf Rang sechs vor. (Ergebnisse und Spielplan der Zweiten Liga)

© SPORT1

Offensive Ausrichtung

Effenberg setzte ohne den gesperrten Kapitän Marvin Bakalorz auf eine betont offensive Ausrichtung, brachte die Winter-Neuzugänge Jakub Sylvestr und Nicklas Helenius als Doppelspitze.

Zwar erspielten sich die Hausherren einige Chancen, doch allen voran der Däne Helenius (29., 51., 62.) scheiterte an seinen Nerven beziehungsweise dem herausragenden FCK-Keeper Marius Müller.

Die nun viermal ungeschlagenen Lauterer waren dagegen eiskalt vor dem Tor und belohnten sich für einen abgeklärten Auftritt.

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