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1860 Muenchen v VfL Bochum - 2. Bundesliga
Die Münchner Löwen hieven sich mit dem Sieg über Düsseldorf auf den Relegationsplatz © Getty Images

München - Lange Zeit sehen die Münchner Löwen wie der sichere Sieger aus. Dann schlägt die Fortuna zurück. Ein Ex-Düsseldorfer entschiedet die Partie zehn Minuten vor dem Ende.

Dem TSV 1860 München ist im Abstiegskampf ein Befreiungsschlag gelungen.

Die Mannschaft von Trainer Benno Möhlmann bezwang nach zuletzt acht Spielen ohne Sieg Fortuna Düsseldorf mit 3:2 (1:0) und verbesserte sich mit 18 Zählern vor dem punktgleichen SC Paderborn auf den Relegationsplatz. Kai Bülow (29.), Sascha Mölders (47.) und Michael Liendl (80./Foulelfmeter) trafen für München. (Das Spiel zum Nachlesen im TICKER)

Die Highlights der Partie am Sonntag ab 19 Uhr in "Hattrick - Die 2. Bundesliga" im TV auf SPORT1.

"Das war ein schöner Nachmittag für 1860 München", sagte Mölders bei SPORT1: "Wir haben uns jetzt für die guten Leistungen der letzten Wochen belohnt. Es war ein sehr gutes Zweitliga-Spiel."

Kurz: Punkte nicht verdient

Der Sieg sei "sehr wichtig" gewesen, ergänzte er: "Es war aber kein Endspiel."

Düsseldorf muss sich nach zuletzt vier Punkten aus zwei Spielen mit 24 Zählern wieder nach unten orientieren - daran änderten auch die Tore von Lukas Schmitz (66.) und Ihlas Bebou (77.) für den Tabellen-15. nichts. (DATENCENTER: Tabelle)

"Wir waren über 90 Minuten nicht gut genug, um uns die Punkte zu verdienen", räumte Düsseldorf Coach Marco Kurz bei SPORT1 ein. Dennoch sehen die Rheinländer noch keinen Grund zur Panik: "Wir müssen an der Leistung aus der zweiten Halbzeit anknüpfen und die erste vergessen machen. Man gewinnt die Saison nicht an einem einzigen Spieltag, man verliert sie aber auch nicht."

Möhlmann hatte sein Team offensiv ausgerichtet und die Löwen begannen stürmisch. Dominik Stahl (2.), Rubin Okotie (6.) und Levent Aycicek (8.) hatten die Chance zur frühen Führung. Die Gäste fanden erst nach einer Viertelstunde etwas besser in die Begegnung. Die 1860-Führung war dennoch verdient. Nach einer Ecke des Ex-Düsseldorfers Michael Liendl war Bülow mit dem Kopf zur Stelle.(DATENCENTER: Ergebnisse und Spielplan)

© SPORT1

Nach dem Rückstand wurde Düsseldorf vor 17.700 Zuschauern aktiver, es mangelte dem Team des ehemaligen Löwen-Trainers Marco Kurz im ersten Durchgang aber an Durchschlagskraft.

Möhlmann bemängelt Passivität

Die Gastgeber kamen auch nach der Pause wieder besser ins Spiel. Maximilian Wittek bediente Winter-Neuzugang Mölders, dem sein erstes Tor für die Löwen gelang.

Düsseldorf kämpfte sich aber noch einmal zurück. Schmitz verkürzte und bei 1860 begann das große Zittern.

"Nach dem 2:0 haben wir teilweise das Fußballspielen eingestellt und waren nicht mehr aktiv", monierte Möhlmann am SPORT1-Mikrofon. "Man kann auch mal defensive Phasen haben, aber auch die müssen aktiv sein."

Nach dem Ausgleich des eingewechselten Bebou schien der wichtige Sieg verspielt, doch Liendl behielt beim Elfmeter die Nerven. Mölders war zuvor von Joel Pohjanpalo gefoult worden. (SERVICE: Die Statistiken zum Spiel)

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