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SV Sandhausen v SC Paderborn  - 2. Bundesliga
Für Stefan Effenberg ist das Abenteuer Paderborn schon wieder vorbei © Getty Images

Der SC Paderborn reagiert auf die sportliche Talfahrt in der 2. Liga. Die Ostwestfalen trennen sich mit sofortiger Wirkung von ihrem Trainer Stefan Effenberg.

Der SC Paderborn hat sich mit sofortiger Wirkung von Trainer Stefan Effenberg (47) getrennt.

Das teilten die seit zwölf Ligaspielen sieglosen Ostwestfalen am späten Mittwochabend mit. Demnach wurde Effenberg in einem Gespräch mit Klub-Präsident Wilfried Finke über die Entscheidung informiert.

Nach SPORT1-Informationen war Finke aus sportlicher Sicht eigentlich gewillt an Effenberg festzuhalten, doch die Querelen um den nicht vorhandenen Trainerschein, die "Penis-Affäre" um Nick Proschwitz und auch die dauerhafte Einmischung von Effenbergs Ehefrau Claudia haben ihn zum Umdenken bewegt. Der schillernde "Tiger" im beschaulichen Paderborn, das passte für Finke am Ende dann doch nicht zusammen.

Weitere Details zur Personalentscheidung sollen am Donnerstag im Rahmen einer Pressekonferenz (14.00 Uhr) verkündet werden. Effenberg hatte Paderborn im Oktober 2015 übernommen. Es war die erste Trainer-Station für den ehemaligen Nationalspieler.

Nach einem positiven Start mit Siegen gegen Eintracht Braunschweig und bei Union Berlin (beide 2:0) blieben die Ergebnisse allerdings aus, dem Scheitern in der 2. Runde des DFB-Pokals bei Borussia Dortmund (1:7) folgten zwölf Ligaspiele ohne Sieg. Am Dienstag war der SCP nicht über ein 0:0 beim Karlsruher SC hinausgekommen.

Dem früheren Bundesligisten Paderborn droht damit mehr denn je der Absturz in die 3. Liga. Nach 24 Spieltagen belegt der Klub als Tabellen-17. (19 Punkte) einen direkten Abstiegsplatz.

Finke hatte Effenberg noch im Februar den Rücken gestärkt und dem früheren Nationalspieler eine Jobgarantie sogar für den Abstiegsfall ausgesprochen. "Wir halten an ihm fest. Dafür nehmen wir notfalls auch den Abstieg in Kauf", hatte Finke dem SID nach dem 1:1 im Ostwestfalenderby bei Arminia Bielefeld am 21. Februar gesagt.

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