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Nach dem Rauswurf von Trainer Stefan Effenberg trennt sich der SC Paderborn auch von seinem Manager Michael Born. Man wolle jetzt "Ruhe herstellen".

Vier Tage nach der Entlassung von Trainer Stefan Effenberg hat sich der abstiegsbedrohte SC Paderborn auch von Manager Michael Born getrennt.

"Wir haben in den vergangenen Tagen intensiv die Situation rund um unsere Lizenzmannschaft analysiert. Jetzt geht es in erster Linie darum, die notwendige Ruhe für das große Ziel Klassenerhalt im Verein herzustellen", teilte Vizepräsident Martin Hornberger in einer Presseerklärung mit.

Aufgrund einer Verschwiegenheitsverpflichtung in Borns Arbeitsvertrag werde der Verein zu den Gründen für die Trennung keine weitere Erklärung abgeben, hieß es weiter.

Misslungene Personalpolitik

Born war von 1996 bis 2008 sowie ab 2011 in verschiedenen Funktionen für den SCP tätig. In seine zweite Amtszeit fiel der sensationelle Bundesliga-Aufstieg im Jahr 2014 und die finanzielle Sanierung des lange Jahre verschuldeten Provinzklubs.

Der 48-Jährige war zuletzt vermehrt in die Schusslinie geraten, vor allem die Personalpolitik der letzten Monate dürfte ihm zum Verhängnis geworden sein. Der personelle Aderlass nach dem Abstieg war zwar groß, doch von Borns 16 Neuverpflichtungen seit Saisonbeginn erwies sich kein Spieler als absolute Verstärkung.

Rickers übernimmt übergangsweise

Neben einigen Fehleinkäufen war Born auch für die Verpflichtung Effenbergs mitverantwortlich, der am vergangenen Mittwoch nach zahlreichen Eskapaden und einer Serie von zwölf Ligaspielen in Folge ohne Sieg entlassen wurde.

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Paderborn will sich nach dem Ende der Abgabefrist für die Lizenzunterlagen am 15. März 2016 "in aller Ruhe mit der Nachfolge beschäftigen", sagte Hornberger.

In der Zwischenzeit übernimmt der Leiter Finanzen/Controlling Michael Rickers die administrativen Aufgaben im sportlichen Bereich. Rickers ist in seiner jetzigen Funktion bereits intensiv in die Vertragsgegebenheiten der Profimannschaft eingebunden.

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