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Stefan Kuntz war seit Mai 2008 Vorstandsvorsitzender des 1. FC Kaiserslautern
Stefan Kuntz war seit Mai 2008 Vorstandsvorsitzender des 1. FC Kaiserslautern © Getty Images

München - Der scheidende Vorstandschef Stefan Kuntz wird den 1. FC Kaiserslautern schon vorzeitig verlassen. Ein Nachfolge-Kandidat sagt nach SPORT1-Informationen ab.

Die Zeit von Stefan Kuntz als Vorstandsvorsitzender des 1. FC Kaiserslautern steht unmittelbar vor dem Ende.

Nach SPORT1-Informationen wird der kriselnde Zweitligist am Montag die sofortige, einvernehmliche Trennung bekanntgeben.

Der Verein kündigte bereits eine Pressekonferenz an eben jenem Montag für 13 Uhr an, "auf der nicht sportliche, sondern Personalangelegenheiten" das Thema seien. Das teilte Pressesprecher Stefan Rosskopf nach dem 2:0 am Sonntagnachmittag gegen den SV Sandhausen mit.

Wie SPORT1 weiß, wird Markus Merk nicht die Nachfolge von Kuntz antreten. Der ehemalige Schiedsrichter hat dem Verein abgesagt und dies in einem offenen Brief an die Aufsichtsräte damit begründet, dass er die Grundwerte des FCK, wie Tradition und Identifikation, nicht genügend berücksichtigt sieht.

Laut Rheinpfalz soll zunächst der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende Mathias Abel kommissarisch die Aufgaben von Stefan Kuntz übernehmen.

Als Kandidat soll der FCK auch Fredi Bobic ins Auge gefasst haben. Allerdings ist der Ex-Nationalspieler nach SPORT1-Informationen nicht an einem Engagement in der Pfalz interessiert.

Kuntz hatte schon im Januar mitgeteilt, dass er den Traditionsklub trotz Vertrags bis 31. Dezember 2017 im Sommer nach acht Jahren an der Spitze verlassen werde. Das Verhältnis zwischen ihm und dem Aufsichtsrat gilt als zerrüttet.

Unter Kuntz' Führung war der FCK 2010 als Zweitligameister aufgestiegen, zwei Jahre später ging es als Tabellenletzter wieder in die 2. Liga.

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