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FC St. Pauli: Andreas Rettig
Andreas Rettig ist Geschäftsführer des FC St. Pauli © Getty Images

Andreas Rettig kämpft weiter gegen die Benachteiligung der Zweitliga-Vereine bei der Vergabe der TV-Gelder. Die Schere zwischen den Ligen dürfe nicht weiter aufgehen.

In der Debatte um die künftige Verteilung der TV-Gelder hat Andreas Rettig erneut vor einer Missachtung der Interessen der 18 Zweitligisten gewarnt.

Es sei ein "Treppenwitz, dass die internationale Wettbewerbsfähigkeit durch Einsparungen bei der zweiten Liga gefördert werden kann", sagte der Geschäftsführer des Zweitligisten FC St. Pauli am Montag bei kicker.tv.

Rettig warnte vor einem weiteren Auseinandergehen der Schere zwischen beiden Ligen.

"Wenn man nur fünf Prozent der zweiten Liga wegnehmen würde, dann würde das in der aktuellen Größenordnung der ersten Liga 35 Millionen bringen. Das wären beim jetzigen Verteilungsschlüssel ungefähr zwei Millionen für den Branchenführer Bayern München, das sind ungefähr 0,4 Prozent vom Umsatz von Bayern München. Diese Diskussionen sind nicht zielführend", sagte der ehemalige DFL-Geschäftsführer.

Peter Peters, Vizepräsident des Ligaverbandes und Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der Deutschen Fußball Liga (DFL), appellierte an eine Zusammenarbeit aller Klubs.

"Hier sind alle 36 Klubs gefordert an das große Ganze zu denken, an die zukünftige Entwicklung der Fußball-Bundesliga", sagte der Finanz-Vorstand bei Schalke 04.

"Wir haben alle miteinander gemeinsam – von Bayern München, über Schalke 04 bis hin zu Greuther Fürth – in den letzten Jahren immer die Einstimmigkeit hinbekommen. Es war nie und auch jetzt ist es nie die Frage, die Solidarität aufzukündigen", sagte Peters über die Verteilung zwischen den 36 Erst- und Zweitligisten.

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