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Wilfried Finke und der SC Paderborn kämpfen um den Klassenerhalt in der 2. Liga
Wilfried Finke möchte sein Amt als Präsident des SC Paderborn wohl niederlegen © Getty Images

Der SC Paderborn steht vor einer ungewissen Zukunft. Nur drei Spieler besitzen einen gültigen Vertrag für Liga drei, Mäzen Wilfried Finke deutet seinen Rücktritt an.

Der Schock des direkten Durchmarschs in die 3. Liga war noch nicht verdaut, da drohte dem SC Paderborn der nächste Rückschlag.

Mitten in die Tränen und Fassungslosigkeit nach dem 0:1 (0:0) gegen den 1. FC Nürnberg am letzten Zweitliga-Spieltag deutete Präsident und Mäzen Wilfried Finke laut Sky seinen Rücktritt an. Er werde dem SCP aber als Sponsor erhalten bleiben.

Schon im März nach der Entlassung des gefloppten Trainer-Experiments mit Stefan Effenberg hatte der 65 Jahre alte Möbel-Unternehmer angekündigt: "Wenn die derzeitige Situation unverändert anhält und ich mich aufgrund der medialen Darstellung weiter extrem unwohl fühle, dann werde ich in Rücksprache mit meinen Weggefährten im Verein meinen vorzeitigen Abschied vorbereiten."

Die Niederlage gegen die Franken war der Schlusspunkt unter eine Paderborner Saison voller Missverständnisse. Das Experiment mit Trainer-Neuling Effenberg scheiterte krachend, im Endspurt schaffte es Nachfolger René Müller nicht, die verunsicherte Mannschaft wieder aufzubauen.

Zum Verhängnis wurde den Ostwestfalen ihre Heimschwäche: Der letzte Sieg vor eigenem Publikum datiert vom 16. Oktober 2015. Wie es in Paderborn weitergeht, ist ungewiss. Nur drei Spieler besitzen derzeit einen gültigen Vertrag für die 3. Liga - keiner von ihnen stand gegen Nürnberg in der Startformation.

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