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Raphael Schäfer (2.v.r.) tobte nach dem späten Tor für Dynamo Dresden gegen den 1. FC Nürnberg
Raphael Schäfer (2.v.r.) tobte nach dem späten Tor für Dynamo Dresden gegen den 1. FC Nürnberg © Imago

Dresden - Dynamo Dresden rettet unter strittigen Umständen einen Punkt gegen den 1. FC Nürnberg. Raphael Schäfer tobt bei SPORT1, Dresdens Coach gibt Kontra.

Pascal Testroet hat Dynamo Dresden vor einer Niederlage beim Comeback in der 2. Bundesliga bewahrt - die Umstände seines späten Ausgleichstors ließen den Gegner allerdings verärgert zurück.

Dank des Treffers durch den Angreifer in der vierten Minute der Nachspielzeit retteten die Sachsen 441 Tage nach ihrem letzten Auftritt im Unterhaus gegen den 1. FC Nürnberg ein 1:1 (0:1). (Ergebnisse und Spielplan)

Dass von Schiedsrichter Tobias Welz so viel Zeit draufgelegt wurde, brachte speziell Nürnbergs Keeper Raphael Schäfer auf die Palme.

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Schäfer tobt: "Neue Regel, oder wie?"

"Sie sollten mal den Schiedsrichter fragen, woher er die fünf Minuten genommen hat!", sagte Schäfer SPORT1: "Beim nächsten Mal, wenn dann richtige Unterbrechungen sind, dann spielen wir fünf oder zehn Minuten, oder wie? Gibt es da eine neue Regel, oder wie?"

Triftige Gründe für die lange Nachspielzeit konnte der 37-Jährige ansonsten nicht ausmachen: "1:0 hat es gestanden, nichts war unterbrochen, ganz normaler Spielfluss. Dasselbe Spiel hatten wir in der Relegation, da gab es eine Minute Nachspielzeit. Dann macht der fünf Minuten, weil er einfach Lust hat ein schönes Spiel zu haben!"

Nürnbergs neuer Trainer Alois Schwartz übte bei SPORT1 Kritik: "Fünf Minuten ist schon happig gewesen. Ich sage noch zum vierten Offiziellen: 'Nicht dass wir noch in der 95. das Ding reinkriegen, fünf Minuten ist schon ein bisschen frech.' Deswegen ist es natürlich umso bitterer."

Neuhaus gibt Nürnberg Kontra

Dresdens Trainer Uwe Neuhaus schoss gegen den Schäfer und seine Teamkollegen sogleich zurück: "Schäfer muss eben die Abstöße schneller ausführen. Wenn Foulspiele dazu genutzt werden liegen zu bleiben, dann ist das so." Er verbat sich die Kritik am Schiri: "Ob vier, oder fünf oder sechs Minuten gerechtfertigt waren, das lasse ich mal dahin gestellt, dafür haben wir einen Mann, der das entscheidet. Der Schiedsrichter hat immer auf die Uhr geschaut und es angezeigt."

Auch Schwartz wollte sich letztlich nicht auf die Unparteiischen einschießen: "Jeder macht seine Arbeit. Da jetzt den schwarzen Peter zu suchen: Nein, wir müssen es besser verteidigen. Und du musst einfach ein zweites Tor machen."

Guido Burgstaller hatte Schwartz mit einem verwandelten Foulelfmeter (45.) bis kurz vor dem Schlusspfiff auf einen Einstand nach Maß hoffen lassen.

Umstrittene Strafstoß-Entscheidung

Vor 29.452 Zuschauern diktierten die Gäste, die in der Vorsaison den Aufstieg in die Bundesliga knapp verpasst hatten, von Beginn an das Geschehen. (Die Tabelle der Zweiten Liga)

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Die Führung kam allerdings glücklich zustande. Denn auch die Elfmeterentscheidung von Welz nach einem vermeintlichen Foul von Florian Ballas an Tim Leibold war äußerst umstritten. (Das Spiel zum Nachlesen im Ticker)

Nach der Pause erhöhte Dynamo den Druck, aber brauchte bis in die Schlussphase, um den Club ernsthaft in Verlegenheit zu bringen.

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