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Jos Luhukays ehemaliger Boss Huub Stevens hat eine klare Meinung zum Chaos beim VfB nach dem Rücktritt des Trainers. Stevens sieht den Stuttgarter Vorstand in der Pflicht.

Huub Stevens hat Verständnis für Jos Luhukays Rücktritt beim VfB Stuttgart.

"Wenn der neue Manager eine andere Meinung hat als der Trainer, aber der Trainer vom Vorstand vorher angestellt wurde, dann kann das nicht funktionieren", sagte der ehemalige Trainer des VfB zu SPORT1

Mit Blick auf Luhukays Entschluss, seinen Posten zu räumen, sagte Stevens: "Dann ist es besser aufzuhören. Und das hat Jos auch getan, weil man da gegen eine Wand läuft. Da kannst du noch so gut miteinander auskommen." 

Luhukay ohne Chance gegen Schindelmeiser

Für den langjährigen Bundesliga-Coach ist sein Landsmann "der Richtige" für den Job gewesen, "weil er Erfahrung mitgebracht hat". Allerdings habe er gegen den neuen Sportvorstand Jan Schindelmeiser keine Chance gehabt.

Stevens kennt Luhukay aus gemeinsamen Zeiten beim 1. FC Köln, von 2004 bis 2005 war letzter sein Assistent. 

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Dagegen ging Stevens mit der Stuttgarter Vereinsführung hart ins Gericht.

"Man darf nicht vergessen: Sie haben Luhukay eingestellt und im Nachhinein haben sie Jan Schindelmeiser eingestellt", sagte der 62-Jährige, der den VfB 2014 und 2015 jeweils als Interimstrainer vor dem Abstieg bewahrt hatte.

"Und die kommen nicht klar miteinander. Da finde ich, da hätte der Vorstand, der den Trainer eingestellt hat, Gespräche führen müssen. Ein Vorstand hat doch Vorstellungen, wenn sie einen Trainer und einen Sportvorstand einstellen und der wird später angestellt als der Trainer."

Stevens erkennt VfB nicht wieder

Seit Stevens' letztem Abschied aus Stuttgart wurde die Führungsetage beinahe komplett ausgetauscht. Kontakt mit den derzeitigen Bossen hat er nicht mehr.

"Man muss bemerken, dass Fredi Bobic weg ist, Jochen Schneider ist weg und Robin Dutt ist weg. Der Präsident ist weg. Mit wem soll ich dann reden? Mit den Spielern würde ich nicht über die Situation reden, das will ich nicht."

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Einzig mit Luhukay habe Stevens gesprochen, kurz nach dessen Amtsantritt. "Da habe ich ihm viel Erfolg gewünscht."

Die ewigen Neuanfänge in Stuttgart tun dem Verein aus seiner Sicht nicht gut. Trotzdem müsse der Aufstieg weiterhin das klare Ziel sein: "Wenn ich die Qualität sehe dann schon. Natürlich hat man auch eingebüßt. Kostic und ein paar sind gegangen, aber die haben die Möglichkeit oben mitzuspielen. Der Verein ist den Fans gegenüber dazu verpflichtet aufzusteigen."

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