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Platzverweis Schönheim
Florian Heft schickt Fabian Schönheim vom Platz © Imago

Irre Panne beim Spiel von 1860 München: Nach einem Handspiel verwarnt der Schiedsrichter den falschen Spieler - eine Entscheidung mit Folgen für einen Berliner.

Der Schiedsrichter Florian Heft hat bei der Niederlage des TSV 1860 München gegen den 1. FC Union Berlin (1:2) mit einer kuriosen Platzverweis-Panne in der Zweiten Liga für Aufsehen gesorgt.

Der Unparteiische schickte Fabian Schönheim in der 53. Spielminute mit Gelb-Rot vom Feld, obwohl sich dieser vor seiner vermeintlichen ersten Verwarnung nichts zu Schulden hatte kommen lassen.

Und so kam es zu dem irrwitzigen Vorfall: Union-Profi Collin Quaner hatte in der 24. Spielminute einen Handelfmeter verursacht. Heft bewertete die Situation zwar richtig, bestrafte aber den falschen Mann und zückte den gelben Karton für Toni Leistner.

Der war unschuldig und gab das dem Schiedsrichter auch zu Verstehen. Heft ließ sich auch tatsächlich umstimmen und verwarnte eben stattdessen Schönheim – und damit zum zweiten Mal den falschen Mann.

Doch damit nicht genug: Schönheim hatte überhaupt nicht mitbekommen, dass er plötzlich auf dem Notizblock des Referees eingetragen worden war.

"Toni Leistner hat Gelb bekommen. Er geht auf den Schiri zu und sagt er war das nicht. Ich wusste zu dem Zeitpunkt nicht dass ich die Gelbe bekommen hab", erklärte der 29-Jährige bei SPORT1.

Die Aufklärung folgte in der Halbzeit: "Der Schiri kam in der Pause zu mir und hat sich dafür entschuldigt, dass ich die Gelbe habe. Im Endeffekt hilft mir das auch nichts mehr. Und dann war durch die zweite Gelbe die Rote die logische Konsequenz."

Ein folgerichtiger Platzverweis also, der doch völlig unberechtigt war. 

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