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Torsten Lieberknecht (M.) und Frank Schmidt (r.) stehen bei ihren Vereinen für solide Arbeit © SPORT1-Grafik: Imago

München - Die Eintracht und das Überraschungsteam aus Heidenheim haben einiges im Erfolg gemeinsam. SPORT1-Kolumnist Christian Beeck glaubt bei beiden an mehr als nur einen Höhenflug.

Hallo Zweitliga-Freunde,

wer so viele Punkte holt wie Eintracht Braunschweig und der 1. FC Heidenheim, steht zurecht da oben. Es sind auch schon genug Spiele absolviert, so dass die Tabelle aussagekräftig ist.

Beide Vereine haben über die letzten Jahre hinweg solide Arbeit geleistet. Die Braunschweiger hatten zwischendurch sogar einen Ausflug in die Bundesliga. Sie sind wieder abgestiegen, haben sich aber gefangen und waren seither stets oben mit dabei.

Wenn man sich Vereine wie Paderborn oder Cottbus anschaut, die durchgereicht wurden, ist diese Leistung noch höher einzuschätzen. Bei der Eintracht wurde nach dem Abstieg in die Zweite Liga nachhaltig und solide weitergearbeitet.

Der Verein hat klare und feste Strukturen und darüber hinaus mit Torsten Lieberknecht einen Trainer, der sich durch eine starke Persönlichkeit auszeichnet, was sehr wichtig ist.

Sowohl Lieberknecht als auch Heidenheims Frank Schmidt, der eine enorme Qualität aufweist, kennen sich im Geschäft aus, beide setzen auf Disziplin und die Umsetzung der eigenen Vorgaben.

Trotzdem haben sie einen ganz kurzen Draht zur Mannschaft. Mit den Managern und Co-Trainern ergibt das ein Gebilde, das derart gute Ergebnisse möglich macht.

Wenn beide Klubs so weiterarbeiten, von ihrer Linie nicht abweichen müssen, die Spieler verletzungsfrei, geistig frisch und diszipliniert bleiben und nicht wegen einer sportlichen Ausnahmesituation durchdrehen, werden beide unter den ersten sieben Klubs landen. Vielleicht gelingt einem der beiden sogar der Sprung in die Bundesliga.

Beide Mannschaften leben nicht vom Spektakel. Braunschweig charakterisiert mit dem Stadion und den Fans eine große Tradition.

Heidenheim ist nicht der Verein, dem in Deutschland die größte Aufmerksamkeit zuteil wird. Darüber gibt es normalerweise nicht so viel zu berichten. Der Klub hat sich trotzdem sehr gut entwickelt. Man muss den Hut davor ziehen, was in dieser Region aufgebaut wurde.

Sowohl Heidenheim als auch Braunschweig haben eine Identifikationsfigur in ihren Reihen. Bei Heidenheim ist Marc Schnatterer hervorzuheben. Er ist aus dem Verein nicht wegzudenken. Es fehlt nicht viel, dass das Stadion nach ihm benannt wird.

Braunschweig hat mit Dominick Kumbela einen Spieler zurückgeholt, der stark im Fokus steht, was auch vor seinem Abschied der Fall war. Damals hat er am Bundesliga-Aufstieg großen Anteil gehabt.

Das direkte Duell am Sonntag wird ein ausgeglichenes Spiel werden, das von Taktik geprägt sein wird. Beide haben in allen Bereichen eine sehr ausgewogene Qualität und machen sehr wenige Fehler. Es wird sicherlich kein Torfestival, ein Fehler wird das Spiel entscheiden. Ich rechne mit einem 1:1.

Bis zum nächsten Mal,

Euer Christian Beeck

Christian Beeck absolvierte während seiner Profilaufbahn insgesamt 79 Bundesliga- und 88 Zweitligaspiele. Neben Union Berlin war er unter anderem für Hansa Rostock, Fortuna Düsseldorf und Energie Cottbus am Ball. Für Union und Cottbus war Beeck nach seiner aktiven Zeit als Spieler auch im Management tätig. Für SPORT1 analysiert Beeck auch in dieser Saison das Geschehen rund um die Zweite Liga.

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