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SpVgg Greuther Fuerth v Dynamo Dresden - Second Bundesliga
Olaf Janßen übernimmt in Stuttgart © Getty Images

Der VfB Stuttgart steht zwei Tage vor dem nächsten Ligaspiel ohne Trainer da. Manager Jan Schindelmeiser erklärt die Hintergründe – und wie es jetzt weitergeht.

Jos Luhukays Rücktritt stürzt den VfB Stuttgart kurz nach dem Beginn der Saison ins Chaos.

Der Trainer der Schwaben hat sich nach einem wochenlangen Streit mit Sportvorstand Jan Schindelmeiser freiwillig verabschiedet, auch sein Assistent Remy Reijnierse verlässt den Verein.

Schindelmeiser bedauerte auf einer Pressekonferenz am Donnerstag, dass es so weit kommen musste - wies nach einem wochenlangen öffentlichen Streit mit Luhukay aber auch die Schuld von sich.

"Erfolg geht nur im Team. Im wahrsten Sinne des Wortes, gelebt, jeden Tag, jede Stunde, jede Sekunde. Das ist eine Frage der Haltung: Wollen wir zusammen Erfolg haben oder nicht? Dazwischen ist nichts. Jos hatte seine eigenen Vorstellungen", sagte er.

Beim nächsten Spiel der Zweiten Liga am kommenden Samstag beim 1. FC Kaiserslautern (ab 12.45 Uhr LIVE in unserem Sportradio SPORT1.fm und im LIVETICKER) übernimmt beim VfB Olaf Janßen als Interimstrainer, die ehemaligen VfB-Profis Andreas Hinkel und Heiko Gerber werden seine Assistenten. Wann ein fester Nachfolger präsentiert wird, ließ Schindelmeiser offen.

Die Pressekonferenz zum Nachlesen:

+++ 15.04 Uhr: Position des neuen Trainers +++

"Seien Sie sicher, dass wir einen Trainer verpflichten, der ganz genau weiß, was er will. Und der unsere volle Unterstützung bekommt."

+++ 15.02 Uhr: Schindelmeiser weist Verantwortung von sich +++

"Für den Anfang kann ich nichts. Für das Ende kann ich letztlich auch nichts. Aber für die weitere Zukunft. Wir sind viel weiter von unseren eigenen Möglichkeiten entfernt als von der Konkurrenz."

+++ 15.01 Uhr: Zeitpunkt des Rücktritts +++

"Besser ganz früh in der Saison als zu spät. Alle sind in der Pflicht."

+++ 14.57 Uhr: Lob für neues Trainertrio +++

 "Sie kennen die Jungs, allen voran Olaf Janßen. Deshalb versprechen sie am meisten Erfolg. Sie werden völlig frei arbeiten. Haben hundertprozentige Entscheidungsfreiheit." 

Neben Janßen werden Andreas Hinkel und Heiko Gerber vorübergehend die Geschicke mitleiten.

+++ 14.55 Uhr: Schindelmeiser lobt den Menschen Luhukay +++

Luhukay verzichtet auf eine Abfindung. Schindelmeisers Kommentar: "Es zeigt, dass Jos in seiner Art ein gerader Charakter ist. Wir müssen unterscheiden zwischen dem Menschen auf der einen und dem Trainer auf der anderen Seite. Er war für mich ein angenehmer Gesprächspartner."

+++ 14.53 Uhr: Ziel Aufstieg bleibt +++

"Uns ist sehr bewusst, was wir in diesem Jahr für ein Ziel haben. Wir planen nicht über drei Jahre. Wir müssen Spiele gewinnen. Aber gleichzeitig tun wir etwas für die Zukunft. Unsere neue Lösung wird diesen strategischen Weg begleiten. Ich habe konkrete Vorstellungen von einem neuen Trainer."

+++ 14.52 Uhr: Schindelmeiser überrascht +++

"Dass es heute passiert, hat mich überrascht. Aber für ausgeschlossen habe ich es nicht gehalten."

VfB Stuttgart v FC St. Pauli - Second Bundesliga
Jan Schindelmeiser gewinnt den Machtkampf in Stuttgart © Getty Images

+++ 14.50 Uhr: Ende erreicht +++

"Alle Parteien haben gesagt: Wir brauchen keinen öffentlichen Konflikt. Auch vor dem Hintergrund einer Jahreshauptversammlung. Es ist doch klar, dass man immer wieder versucht, zusammenzukommen. Aber irgendwann ist der Punkt erreicht, wo man merkt, dass es nicht geht."

+++ 14.47 Uhr: Ansage von Schindelmeiser +++

Wann wusste Schindelmeiser, dass es schwierig werden würde mit Luhukay? "Ganz ehrlich? Nach dem ersten Gespräch. Nachdem ich versucht habe, meine Vorstellungen zu transportieren. Erfolg geht nur im Team. Im wahrsten Sinne des Wortes, gelebt, jeden Tag, jede Stunde, jede Sekunde. Das ist eine Frage der Haltung: Wollen wir zusammen Erfolg haben oder nicht? Dazwischen ist nichts. Jos hatte seine eigenen Vorstellungen. Davon, wie er mit der Mannschaft arbeiten wollte."

+++ 14.45 Uhr: Appell an den VfB +++

"Wir haben einen wie ich finde sehr ausgeglichenen Kader aus jungen und erfahrenen Spielern. Wir müssen etwas zurückgeben an die Menschen in dieser Stadt, die sich mit diesem Klub identifizieren. Es ist ein Wahnsinn, dass sie in der zweiten Liga unsere Schüssel füllen."

+++ 14.45 Uhr: Was waren die Gründe? +++

"Wir haben den Wunsch, zusammenzuarbeiten, nicht hinbekommen. Das war nicht der Wunsch von Jos. Ich kann und will nicht in Details gehen."

+++ 14.44 Uhr: Ruhe gefordert +++

"Wir sind gefordert, Ruhe in die Organisation zu bekommen."

+++ 14.41 Uhr: Schindelmeiser beginnt +++

"Wir sind überzeugt, dass wir nur Erfolg haben können, wenn wir das zusammen tun. Jos Luhukay hatte andere Vorstellungen. Insbesondere in den letzten drei oder vier Wochen. Wir werden eine Interimslösung haben, die besteht aus Olaf Janßen, der die Mannschaft schon als zweiter Co-Trainer betreut hatte. Ich möchte betonen, dass es sich um eine reine Interimslösung handelt."

+++ 14.28 Uhr: Gleich geht es los +++

Schindelmeiser stellt sich nach Angaben des Vereins in ein paar Minuten den Fragen der Presse.

+++ 13.52 Uhr: Keine Abfindung für Luhukay +++

Luhukay habe dem VfB angeboten, seinen bis 2019 laufenden Vertrag aufzulösen, teilt dessen Dortmunder Anwalt Markus Buchberger mit. Der 53-Jährige werde "keinerlei Abfindung verlangen", heißt es weiter. "Mir fällt dieser Schritt nicht leicht", wird der ehemalige Coach von Borussia Mönchengladbach, dem FC Augsburg und Hertha BSC zitiert.

+++ 13.38 Uhr: VfB bestätigt Trennung +++

Mit knappen Worten vermeldet Stuttgart Luhukays Abschied.

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