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1. FC Nuernberg v 1. FC Heidenheim 1846 - Second Bundesliga
Der 1. FC Nürnberg scheiterte in der vergangenen Saison nur knapp am Aufstieg © Getty Images

Trotz des eingeschlagenen Sparkurses erhöhen sich die Verbindlichkeiten beim 1. FC Nürnberg. Der Club ist nach wie vor auf Transfereinnahmen angewiesen.

Der bei Zweitligist 1. FC Nürnberg seit einem Jahr eingeschlagene Sparkurs macht sich in der aktuellen Bilanz noch nicht bemerkbar.

So erhöhten sich die Verbindlichkeiten des fränkischen Traditionsvereins zum 30. Juni 2016 um 1,5 Millionen auf 17,7 Millionen Euro. Allerdings wurde nach Angaben des Club auch das Umlaufvermögen von 6,8 auf 14,5 Millionen Euro gesteigert.

 "Wir haben viele kleine Schritte in die richtige Richtung gemacht. Die großen Befreiungsschläge sind allerdings ausgeblieben", sagte der Kaufmännische Vorstand Michael Meeske am Donnerstag.

Der ehemalige Sportvorstand Martin Bader, inzwischen Geschäftsführer von Zweitliga-Konkurrent Hannover 96, wurde auf der Jahreshauptversammlung von den Mitgliedern symbolisch nicht entlastet. Der FCN war im Sommer erst in der Relegation gegen Eintracht Frankfurt am Aufstieg gescheitert.

Die Bilanz für die zurückliegende Zweitliga-Saison wies nach Steuern einen Jahresfehlbetrag von 1,9 Millionen Euro aus (Vorjahr 2,1). Der nicht durch Vereinsvermögen gedeckte Fehlbetrag stieg demnach auf 5,1 Millionen (Vorjahr 3,2). Man verfüge aber über "stille Reserven in ausreichender Höhe", teilten die Nürnberger mit.

Der Umsatz 2015/16 betrug 46,2 Millionen Euro und war damit um eine Million geringer als in der Vorsaison. Die Aufwendungen verringerten sich von 49,3 auf 48 Millionen. Größter Posten der Bilanz waren die Personalkosten für die Profi-Abteilung in Höhe von 16,2 Millionen Euro.

Nach wie vor ist der neunmalige deutsche Meister darauf angewiesen, einen Transferüberschuss zu erzielen. Zum 30. Juni betrug dieser 5,4 Millionen Euro (Vorjahr 2,3). Für die laufende Saison plant der FCN "mit einem ausgeglichenen Etat", sagte Meeske.

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