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FC St. Pauli v 1. FC Nuernberg - Second Bundesliga
Guido Burgstaller (M.) erzielt für den FCN sein neunten Saisontor © Getty Images

Hamburg - Im Montagsspiel der Zweiten Liga gehen zwei Serien zu Ende. Für den FC St. Pauli ist das Remis gegen den 1. FC Nürnberg zu wenig. Der Höhenflug der Franken ist gestoppt.

Tabellenschlusslicht FC St. Pauli verliert in der Zweiten Liga im Kampf um den Klassenerhalt langsam den Anschluss. Die Hamburger kamen im Montagsspiel gegen den 1. FC Nürnberg über ein 1:1 (1:1) nicht hinaus und liegen nun schon fünf Punkte hinter einem Nicht-Abstiegsplatz. (Tabelle der Zweiten Liga)

Vor 29.546 Zuschauern am Millerntor brachte Christopher Buchtmann die Hanseaten in der sechsten Minute nach kapitalen Abwehrschnitzern der Gäste mit 1:0 in Führung.

Für den Ausgleich sorgte Guido Burgstaller in der 20. Minute mit einem Abstauber. Es war bereits der neunte Saisontreffer des Österreichers für die Franken, die Zehnter bleiben. (Spielplan und Ergebnisse der Zweiten Liga)

"Es ist schade, dass wir uns nicht belohnt haben", sagte Buchtmann nach dem Spiel bei SPORT1: "Dennoch war es ein Schritt in die richtige Richtung. Jeder Punkt zählt in unserer Situation."

Statement für Lienen

Damit wächst der Druck auf St. Paulis Trainer Ewald Lienen, der sich bislang aber noch der Rückendeckung der Vereinsführung sicher sein kann. Auch die Fans des Kiezklubs zeigten vor der Partie mit einem Banner ihr Vertrauen in Lienen.

"Laufen bis der Arzt kommt. Ewald...Du bist St. Pauli", prangte im Fanblock. Lienen hatte in der vergangene Woche mit einer sehr emotionalen Ansprache für Aufsehen gesorgt.

"Das bedeutet mit sehr viel. Ich fühle mich sehr wohl hier", sagte Lienen zu SPORT1. "Es ist ein riesiges Kompliment, wenn die Mannschaft das genauso sieht. Aber es geht nicht um mich, sondern um den FC St. Pauli", ergänzte der 62-Jährige.

Laut Torschütze Buchtmann hat das Team von St. Pauli gut auf Lienens Wutrede reagiert: "Die Mannschaft hat die Kritik gut aufgenommen. Wir hatten eine ganz andere Energie als im Sandhausen-Spiel", so der Mittelfeldspieler.

Sportchef Thomas Meggle steht beim Tabellenletzten dennoch offenbar vor dem Aus. Gegen Nürnberg war der 41-Jährige schon nicht mehr im Millerntorstadion. 

St. Pauli bei Handspiel im Glück

Nach sieben sieglosen Pflichtspielen und vier Niederlagen im Unterhaus in Folge präsentierten sich die Norddeutschen über weite Strecken nervös und fahrig. Die Gäste hingegen, zuletzt viermal hintereinander siegreich, wirkten reifer und waren mannschaftlich geschlossener.

Zudem hatten die Hamburger auch noch Glück, als Burgstaller in der 32. Minute den Ball im gegnerischen Strafraum an den Unterarm von St. Paulis Vegar Hedenstad lupfte. Das Schiedsrichtersgespann um Harm Osmers übersah das klare Handspiel jedoch.

"Wir hätten einen klaren Handelfmeter bekommen und damit in Führung gehen müssen", echauffierte sich Nürnbergs Trainer Alois Schwartz bei SPORT1: "Das war ein klares Handspiel, das muss der Schiedsrichter sehen."

Nach dem Seitenwechsel verflachte die Partie zusehends. Beiden Teams fehlte die erforderliche Durchschlagskraft, nennenswerte Torgelegenheiten gab es kaum noch. (Das Spiel zum Nachlesen im Ticker)

Bangen um Miyaichi

Erst in der 62. Minute scheiterte Nürnbergs Linksverteidiger Laszlo Sepsi mit einem Flachschuss nur knapp. Fünf Minuten später parierte Thorsten Kirschbaum einen Kopfball von St. Paulis Kapitän Lasse Sobiech. (Statistik zum Spiel)

Überschattet wurde die Partie von einer Verletzung von St. Paulis Ryo Miyaichi. Der Japaner hatte nach einem heftigen Zusammenprall mit Gegenspieler Tim Leibold mit Bewusstseinsproblemen zu kämpfen.

Der 23-Jährige musste zur Untersuchung ins Krankenhaus gebracht werden.

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