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VfB Stuttgart v TSV 1860 Muenchen
Der VfB feiert gegen 1860 München seinen 6. Saisonsieg © Getty Images

Stuttgart - Der VfB hat die 0:5-Pleite bei Dresden verdaut: Özcan und Terodde schießen Stuttgart zum Sieg und vorläufig auf Platz zwei. Die Löwen stürzen tiefer in die Krise.

Der VfB Stuttgart hat sich am 10. Spieltag der 2. Bundesliga für die peinliche 0:5-Niederlage bei Dynamo Dresden rehabilitiert und wieder Kurs auf den direkten Wiederaufstieg genommen. (Der Ticker zum Nachlesen)

Die Schwaben besiegten den TSV 1860 München mit 2:1 (2:1) und kletterten auf den zweiten Tabellenplatz. (Die Tabelle der 2. Bundesliga)

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Die Krise der Löwen verschärft sich dagegen nach der vierten Pleite in Folge weiter, womit auch der Druck auf Trainer Kosta Runjaic steigt.

Sportdirektor Thomas Eichin bekannte sich trotzdem zu Runjaic und antwortete auf die Frage, ob man den Weg weiterhin gemeinsam gehen werde, mit einem klaren: "Absolut". Zudem zeigte er sich erbost über Meldungen, Nachfolge-Kandidat Andre Breitenreiter sei bereits kontaktiert worden: "Ich finde das unmöglich."

VfB schafft Wende

Eichin sagte nach der Partie bei SPORT1: "Kämpferisch waren wir sehr engagiert. Es war eine gute Leistung, aber wir fahren mit null Punkten nach Hause. Es war klar, dass wir einen großen Umbruch zu bewältigen haben. Ich erwarte von jedem, dass er sich voll einbringt."

Berkay Özcan (6.) und Simon Terodde (18.) trafen vor 55.100 Zuschauern in der Mercedes-Benz-Arena für das Team von Trainer Hannes Wolf. Levent Aycicek (36.) glückte für 1860 lediglich der Anschlusstreffer.

Ob der zweite VfB-Treffer nun auf das Konto von Timo Baumgartl oder Terodde ging, war beiden Spielern nach der Partie egal. "Ich weiß gar nicht, ob es mein Tor war, aber ist auch egal. Vielleicht bekomme ich ja einen Assist", so Baumgartl. Terodde fügte bei SPORT1 hinzu: "Wer die Tore macht, ist egal. Hauptsache, wir haben drei Punkte!"

"Es wird Feuer drin sein", hatte Wolf vor dem Spiel am Sky-Mikrofon versprochen, der gegenüber der Vorwoche vier Veränderungen in der Startelf vornahm. Unter anderem kehrte Torjäger Simon Terodde nach Muskelfaserriss zurück.

Ginczek gibt sein Comeback

In der 82. Minute gab Daniel Ginczek nach 13-monatiger Verltzungspause sein Comeback: "Es war sehr emotional. Ein Dank geht auch an den Trainer, der mir schon nach kurzer Zeit wieder das Vertrauen gegeben hat", so Ginczek nach der Partie.

Gar sechs Neue gegenüber dem 1:3 gegen Fortuna Düsseldorf brachte Löwen-Trainer Kosta Runjaic, der überraschend unter anderem seinen besten Torschützen Michael Liendl (vier Treffer) aus dem Kader strich. Nach nur einem Punkt aus den letzten sechs Spielen steht nun auch der Coach unter erheblichem Druck.

1860-Ausgleich nicht anerkannt

Die Wechsel zeigten zunächst nur beim VfB Wirkung, der stürmisch begann und durch den 18-jährigen Özcan schnell belohnt wurde. Nach Baumgartls 2:0 verlor Stuttgart etwas die Linie, Aycicek brachte 1860 mit seinem direkt verwandelten Freistoß wieder heran.

Nach dem Seitenwechsel spielte dann aber fast nur Stuttgart, für das Terodde (70.) und Mane (72.,74.) beste Chancen zur Entscheidung vergaben.

In der Schlussminute traf Nico Karger für die "Löwen" zum vermeintlichen Ausgleich. Doch Schiedsrichter Arne Aarnink sah zuvor eine Abseitsstellung von Stefan Mugosa - wie sich herausstellte, war das eine Fehlentscheidung. "Es war ein korrektes Tor. Sehr schade.", bedauerte Eichin nach der Partie.

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