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Karlsruher SC v VfB Stuttgart - Second Bundesliga
Simon Terodde (3.v.l.) wechselte in diesem Sommer vom VfL Bochum zum VfB Stuttgart © Getty Images

Karlsruhe - Der VfB Stuttgart gewinnt das brisante Derby beim Karlsruher SC und schafft den ersten Auswärtsdreier unter Trainer Hannes Wolf. Unter den Fans bleibt es ruhig.

Absteiger VfB Stuttgart hat im brisanten badisch-schwäbischen Derby beim Karlsruher SC auf dem Weg zurück in die Erste Liga einen wichtigen Sieg gelandet. (Das Spiel im Ticker zum Nachlesen)

(Die Highlights in Hattrick ab 19 Uhr im TV auf SPORT1)

Die Mannschaft von Trainer Hannes Wolf gewann verdient mit 3:1 (1:0) und verbesserte sich auf den zweiten Tabellenplatz der 2. Liga. Der KSC muss sich weiterhin nach unten orientieren.

Der Japaner Takuma Asano erzielte im ersten Pflichtspiel der beiden Kontrahenten seit 2009 bereits in der 10. Minute die Führung für den VfB.

Simon Terodde gelang nur wenige Sekunden nach seiner Einwechslung per Kopf das 2:0 (46.). (Die Tabelle der Zweiten Liga)

"Wir wissen, was es den Menschen in Stuttgart bedeutet, wir haben nicht die Sterne vom Himmel gespielt, aber wir haben gewonnen", sagte Wolf mit einem breiten Siegerlächeln zu SPORT1.

"Nichts Schöneres auf der Welt"

Und Kevin Großkreutz meinte bei SPORT1 noch: "Es gibt nichts Schöneres auf der Welt als ein Derbysieg gegen Blaue. Wir werden es heute auf jeden Fall krachen lassen." Der Sieg bedeute "alles für die Menschen, wir haben etwas zurückgegeben."

Durch den ersten Auswärtssieg unter Wolf klettert der VfB weiter, doch Großkreutz meinte nur: "Wir haben den Derbysieg, deswegen möchte ich jetzt nicht über die Tabelle reden."

Stoppelkamp verkürzt

Moritz Stoppelkamp verwandelte nach Handspiel von Emiliano Insua einen Strafstoß (51.) sicher zum zwischenzeitlichen 1:2. Der in der 77. Minute eingewechselte Alexandru Maxim (86.) stellte den Endstand her. (Ergebnisse und Spielplan der Zweiten Liga)    

"Am Ende hat sich die individuellere Stärke des VFB durchgesetzt", sagte KSC-Coach Tomas Oral zu SPORT1. "Wir müssen jetzt unsere Wunden lecken, haben den ein oder anderen Ausfall, müssen schnell den Kopf in Richtung Heidenheim richten."

Von Beginn an entwickelte sich vor 27.930 Zuschauern im ausverkauften Wildpark ein intensives Ländle-Derby mit vielen Zweikämpfen, aber wenig spielerischem Glanz - und den besseren Chancen für den VfB. (Die Statistik zum Spiel) 

Orlishausen verhindert weitere Gegentreffer

Karlsruhes Keeper Dirk Orlishausen verhinderte aber weitere Gegentreffer. Der KSC glich Defizite mit viel Einsatz aus. Doch auch die Stuttgarter kamen der Aufforderung ihres Kapitäns Christian Gentner nach, der in der Bild am Sonntag forderte: "Wir brauchen elf Männer, die sich wehren."

Kein Wunder also, dass Gentner, der in der 66, Minute die Latte traf, am SPORT1-Mikrofon happy war und meinte: "Der Sieg ist für uns unglaublich, wir wissen um die Bedeutung dieses Spiels. Ich bin in der Region geboren, das tut unglaublich gut so ein Spiel zu gewinnen."

Orlishausen meinte bei SPORT1 nur: "Es sind auch nur drei Punkte im Derby, aber natürlich tut es weh, die Zuschauer haben ein Spiel mit offenem Visier gesehen. Am Ende hat wahrscheinlich die individuelle Klasse das Spiel gewonnen."

Großes Polizei-Aufgebot   

Rund 2000 Polizeibeamte waren bei diesem Hochsicherheitsspiel im Einsatz. Direkt vor und während der brisanten Partie war es halbwegs friedlich geblieben. Im Vorfeld des Derbys hatten jedoch unsägliche Plakate von KSC-Anhängern für Schlagzeilen gesorgt.

Karlsruhes Präsident Ingo Wellenreuther stellte sogar Strafanzeige gegen Unbekannt. "Wir sind entsetzt über diese Hassplakate. Damit wurde eindeutig eine Grenze überschritten und zur Gewalt aufgerufen", sagte er.

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