vergrößernverkleinern
Carlos Mane (2.v.r.) erzielte in den ersten vier Minuten zwei Tore © Imago

Stuttgart - Der VfB Stuttgart meldet sich mit einem klaren Sieg gegen die SpVgg Greuther Fürth im Aufstiegsrennen zurück. Carlos Manes Blitz-Doppelpack ebnet den Weg.

Der VfB Stuttgart hat auf dem Weg zum direkten Wiederaufstieg dank treffsicherer Debütanten und einer über weite Strecken bundesligareifen Vorstellung den nächsten Schritt gemacht.

Bei der Heimpremiere des neuen Trainers Hannes Wolf setzte sich der VfB zum Abschluss des 8. Spieltags 4:0 (3:0) gegen die SpVgg Greuther Fürth durch und ist seit vier Spielen ungeschlagen. Stuttgart verbesserte sich auf den dritten Rang, Fürth ist Achter. (Die Tabelle der Zweiten Liga)

"Es war ein wunderschöner und ganz besonderer Abend, das erste Mal hier zu spielen und so zu gewinnen", sagte VfB-Trainer Wolf bei SPORT1: "Die Mannschaft hat das phantastisch umgesetzt. Wir hatten das Momentum auf unserer Seite. Ich bin extrem zufrieden, trotzdem haben wir einen ganz weiten Weg vor uns. Deswegen heißt es: heute freuen, morgen arbeiten."

Wolf beweist goldenes Händchen

Der Trainer bewies mit der Aufstellung Carlos Mane ein goldenes Händchen. Der Offensivspieler benötigte in seinem ersten Einsatz für den VfB nur fünf Minuten für seinen Doppelpack. "Er hat sehr gut trainiert, die Entscheidung ist in den letzten Tagen gefallen. Wir werden aber den beiden nicht zwei Wochen auf die Schultern klopfen", erklärte Wolf.

Audio

Die 22 Jahre alte Leihgabe von Sporting Lissabon zeigte sich gegen die schläfrige Fürther Hintermannschaft hellwach und ließ Torwart Balazs Megyeri jeweils keine Abwehrchance (2./5.). (Das Spiel zum Nachlesen im TICKER)

"Es war ein toller Weg von Carlos da vorne rein und für ihn etwas ganz Besonderes hier nach zwei Minuten das erste Tor zu schießen", beschrieb Wolf die Szene zum Führungstreffer.

Schnellster Doppelpack eines Debütanten

Bereits nach 69 Sekunden erzielte Mane mit seinem ersten Torschuss sein erstes Tor, nur 2:50 Minuten später legte Mane mit seinem zweiten Torschuss das 2:0 nach. Damit gelang Mane Historisches: Weder in der Bundesliga, noch in der eingleisigen 2. Bundeslig (seit 1992) gelang einem Debütanten ein solch schneller Doppelschlag. (Ergebnisse/Spielplan der Zweiten Liga)

"Er hat sich mit seinen zwei Toren belohnt, aber die ganze Mannschaft war gut", sagte Kevin Großkreutz bei SPORT1 über Mane und trat gleich auf die Euphoriebremse: "Er ist noch jung, deswegen heißt es ruhig bleiben und nicht zu viel loben. Wir müssen weiter nach vorne schauen."

Doch Mane und Pavard wiesen in jedem Falle nach, dass sie dem Bundesliga-Absteiger bereits in der Gegenwart helfen können. Etwas, das Luhukay angezweifelt hatte und weswegen der Niederländer an ihrer Stelle lieber erfahrene Spieler haben wollte.

Noch vor der Pause erhöhte Neuzugang Benjamin Pavard (24.), kurz vor Spielende legte Kapitän Christian Gentner nach (80.). (Ergebnisse/Spielplan der Zweiten Liga)

Gentner: "Dürfen nicht abheben"

"Heute müssen wir nicht das Haar in der Suppe suchen", sagte Gentner bei SPORT1: "Wir hatten ein super Start, gehen mit einem Sieg in die Länderspielpause, war mehr als wir uns vorgestellt haben. Wir dürfen aber durch einen Sieg nicht abheben. Es wird noch ein langer und schwieriger Weg."

Auch nach dem perfekten Auftakt bestimmte der fünfmalige Deutsche Meister das Geschehen. Vor 38.150 Zuschauern waren die Schwaben stets um Offensivaktionen bemüht und zeigten sich dabei kombinationssicher, viel lief dabei über die rechte Seite und den sehr agilen Mane.

Mane vergibt noch höhere Führung

Fürth erholte sich nur schwer von dem frühen Schock. Zwar versuchten die Franken die Stuttgarter zum Teil durch offensives Pressing früh zu stören, ließen dabei aber immer wieder gefährliche Angriffe des VfB zu. Die Gastgeber hätten zur Halbzeit sogar noch höher führen können, Mane scheiterte nur knapp per Seitfallzieher (34.).

Nach dem Seitenwechsel hatte Fürth weiterhin Probleme und kam kaum zum Zug. Bei einer der wenigen Möglichkeiten scheiterte Serdar Dursun an VfB-Schlussmann Mitchell Langerak (58.). Stuttgart brachte den Sieg in der Folge ungefährdet ins Ziel.

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel