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Der 1. FC Kaiserslautern gab den Fehlbetrag bei der Jahreshauptversammlung bekannt
Der 1. FC Kaiserslautern sieht sich mit Vorwürfen einer verschleierten Insolvenz konfrontiert © Getty Images

Mit einigen Tagen Verzögerung hat nun auch der aktuelle Aufsichtsrat des 1. FC Kaiserslautern den Vorwurf der verschleierten Insolvenz im Jahr 2008 zurückgewiesen. "Der Aufsichtsrat des FCK sieht keinerlei Anhaltspunkte für das Vorliegen einer Insolvenz und appelliert an die Vereinsmitglieder, persönliche Interessen nicht über die Interessen des Vereins zu stellen", heißt es in einer Erklärung des viermaligen Meisters vom Dienstag.

"Die gegenwärtige Diskussion um Vorgänge, die mehr als acht Jahre zurückliegen, ist nicht zielführend, schadet dem Verein und sollte daher so schnell wie möglich beendet werden", sagte der Aufsichtsratsvorsitzende Nikolai Riesenkampff: "Bei aller notwendigen Aufklärung, persönliche Auseinandersetzungen dürfen nicht auf dem Rücken und zu Lasten des Vereins geführt werden. Das Wohl des FCK sollte bei allen Beteiligten immer im Vordergrund stehen."

Das RTL-Nachtjournal hatte berichtet, dass der chronisch klamme Traditionsverein von Februar bis Juni 2008 die monatliche Stadionmiete in Höhe von je 317.000 Euro nicht bezahlt habe und hätte damals deshalb eigentlich Insolvenz anmelden müssen. Wäre das geschehen, hätten die Pfälzer wohl mit einem Punktabzug durch die Deutsche Fußball Liga (DFL) rechnen müssen, was den Abstieg hätte bedeuten können.

Nach dem FCK-Vorstand hatte auch die DFL erklärt, dass sie keinen Anlass für eine Prüfung des Berichts sehe. Laut der DFL habe der Klub im betreffenden Zeitraum "sämtliche von der DFL vorgegebenen Kriterien und somit – auf Basis der eingereichten Unterlagen – alle Anforderungen für eine Lizenzerteilung erfüllt".

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