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Bochum - Sportdirektor Christian Hochstätter nennt bei SPORT1 die Gründe für den geplatzten Wechsel zum Hamburger SV. Sein Engagement in Bochum sieht er nicht infrage gestellt.

Am späten Sonntag hatten Christian Hochstätter und der Hamburger SV genug vom endlosen Pokerspiel.

Nach tagelangen Verhandlungen endeten die Gespräche über einen Wechsel des Sportdirektors vom VfL Bochum zum kriselnden Bundesliga-Schlusslicht.

Bei SPORT1 spricht Hochstätter über den geplatzten Deal.

Hochstätter über...

seine Absage an den HSV:

"Ich habe die Entscheidung getroffen, dass ich dem ganzen Spuk ein Ende bereite. Weil ich das Gefühl hatte, dass sich beide Vereine nicht einigen konnten. Dazu kommt, dass ich denke, dass eine Woche ausreicht, um eventuell zusammenzukommen. Ich habe mich entschieden, indem ich gesagt habe: Bis dahin und nicht weiter."

den Ablauf der Verhandlungen:

"Der HSV hat bei mir angefragt. Das hat mir auch imponiert, dass meine Arbeit in Bochum gesehen wird. Aus diesem Grund habe ich mir die Anfrage vom HSV angehört. Mit Dietmar Beiersdorfer und Karl Gernandt habe ich gesprochen. Das waren die beiden Ansprechpartner für mich. Ich denke, dass ich sehr transparent damit umgegangen bin. Bei uns wusste der Aufsichtsratsvorsitzende von der ersten Minute Bescheid."

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seine Philosophie:

"Der HSV hat sich ein Anforderungsprofil ausgesucht, das auf meine Person zugetroffen ist. Ich fand es interessant, weil ich in meiner fußballerischen Karriere vom HSV geprägt war. In den 80er Jahren unter Ernst Happel und Günter Netzer hat der Verein so Fußball gespielt, wie ich über Fußball denke. Man sieht es ja auch jetzt in Bochum, dass ich ein Sportdirektor bin, der in diese Richtung geht. Ich möchte eine Mannschaft haben, die aktiv Fußball spielt, die mutig Fußball spielt und die kompakt Fußball spielt. Das wollte der HSV womöglich wieder haben."

mögliche Scherben in Bochum:

"Ich habe mich in zehn Tagen nicht einmal öffentlich geäußert. Weil ich der Meinung bin, dass der VfL Bochum das Heft des Handelns in der Hand haben muss. Es ist doch normal, dass - auch wenn jemand einen Vertrag hat - es immer wieder vorkommt, dass es Anfragen für Leute gibt, die eine gewisse Qualität haben. Anscheinend habe ich die, sonst hätte sich der HSV nicht bei mir gemeldet.

Und dann gehört für mich auch dazu, dass man so etwas prüft - mehr habe ich nicht gemacht. Ich kann keinem verübeln, der sagt, der Hochstättter hat erst im Juli seinen Vertrag verlängert für vier Jahre und spricht dann im November mit einem Erstligisten. Dass man das so auslegen kann, verstehe und akzeptiere ich. Ich erwarte aber dann auch, dass diese Menschen meine Meinung akzeptieren. Ich sehe hier keinen Scherbenhaufen. Mein Engagement wird genauso sein wie vorher. Ich weiß aber auch, dass meine Arbeit jetzt in einem anderen Licht stehen wird."

Die Highlights von VfL Bochum - Eintracht Braunschweig sehen Sie am Freitag ab 22.15 Uhr bei "Hattrick - Die 2. Bundesliga" LIVE im TV auf SPORT1.

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