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Thomas Meggle vom FC St. Pauli
Thomas Meggle ist seit 2014 Sportdirektor beim FC St. Pauli © Getty Images

Thomas Meggles Zeit als Sportdirektor beim FC St. Pauli ist zu Ende. Trainer Ewald Lienen genießt trotz des letzten Tabellenplatzes aber offenbar noch das Vertrauen.

Wie SPORT1 bereits berichtete, hat sich der FC St. Pauli von Sportdirektor Thomas Meggle getrennt. Das bestätigte der Verein nun offiziell.

"Die Gründe für die Entscheidung liegen in unterschiedlichen Auffassungen über die strategische Ausrichtung des Clubs", teilte der FC St. Pauli weiter mit.

"Thomas Meggle hatte maßgeblichen Anteil am Klassenerhalt vor zwei Jahren und am sportlichen Aufschwung in der letzten Saison. Allerdings haben sich Differenzen bei der strategischen Ausrichtung im sportlichen Bereich ergeben, die uns diese Entscheidung haben treffen lassen", sagte St. Paulis Präsident Oke Göttlich: "Thomas ist am Millerntor weiterhin immer willkommen."

Die Entscheidung wurde dem 41-Jährigen bereits am Montag vor dem Spiel gegen den 1. FC Nürnberg mitgeteilt. Sein Aus war auch der Grund, warum er kurzfristig einen Interviewtermin mit SPORT1 absagte.

Nach dem 1:1 gegen Nürnberg war er nicht wie üblich in der Mixed Zone zu sehen. Meggles Aufgaben wird bis auf weiteres Paulis Geschäftsführer Andreas Rettig übernehmen. 

Ex-Profi Meggle wird vereinsintern angelastet, einen nicht zweitliga-tauglichen Kader zusammengestellt zu haben. Wettbewerbsübergreifend sind die Hanseaten seit acht Spielen sieglos, der Rückstand auf einen Nicht-Abstiegsplatz beträgt bereits fünf Punkte.

Vertrauen für Lienen offenbar da

Nicht zur Disposition steht indessen offenkundig weiterhin Trainer Ewald Lienen. Der Coach war am Millerntor vor der Partie von den Fans mit Spruchbändern begrüßt worden.

Nach dem Führungstreffer durch Christopher Buchtmann in der sechsten Minute liefen die Profis demonstrativ auf den 62-Jährigen und sein Betreuerteam zu.

"Das bedeutet mir sehr viel. Ich fühle mich sehr wohl hier", sagte Lienen zu SPORT1. "Es ist ein riesiges Kompliment, wenn die Mannschaft das genauso sieht. Aber es geht nicht um mich, sondern um den FC St. Pauli."

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