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München - Nach der Entlassung von Runjaic bekommt auch Eichin sein Fett bei den Löwen weg. Investor Ismaik wirft dem Manager Fehler vor und entmachtet ihn.

Chaos-Tage beim TSV 1860 München: Nach dem 1:1 im Montagsspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern überschlagen sich die Ereignisse bei den Löwen.

Zunächst meldete SPORT1 vorab das Aus von Trainer Kosta Runjaic - anschließend standen auch Gerüchte über eine Entlassung von Sportdirektor Thomas Eichin im Raum.

In einer Pressekonferenz, die der TSV 1860 für 13 Uhr anberaumt hatte, verkündeten Klubpräsident Peter Cassalette und Investor Hasan Ismaik offiziell die Beurlaubung des Cheftrainers.

Mit anderen Erwartungen in die Saison

"Die Entscheidung stand schon vor dem Spiel fest und war unabhängig vom Ausgang", stellte Cassalette feste. "Wir sind mit einer anderen Erwartung in die Saison gegangen. Es gibt viele Gründe, warum wir dort stehen wo wir stehen."

Eichin wurde dagegen nicht entlassen, sondern entmachtet. "Eichin wird nicht mehr Geschäftsführer sein, sondern nur noch Sportdirektor", so Ismaik, der dem früheren Werder-Manager Fehler vorwirft.

"Eichin ist nicht auf dem Niveau, was wir erwartet haben. Er hat einige Fehler gemacht. Wir unterstützen ihn dennoch weiterhin und hoffen, dass er die Leistung bringt, die wir uns erhofft haben."

Ein Finanzfachmann werde die Geschäftsführung vorübergehend übernehmen", kündigte Ismaik an und stellte für diese Rolle Anthony Power vor. 

Der Investor kritisierte unter anderem die Verfassung der Profis. "Bei vielen Spielen ist es so gewesen, dass die Mannschaft gut in die erste Halbzeit gestartet ist und dann schwächer wurde. Das können wir nicht so akzeptieren. Wir haben unsere Ziele nicht erreicht."

Bierofka springt wieder ein

Daher habe man sich dazu entschlossen, einen Schnitt zu machen und sich von Runjaic zu trennen.

Als Nachfolger für den Coach steht erneut Daniel Bierofka parat, der den TSV erst am Ende der letzten Saison vor dem Abstieg gerettet hatte.

"Bierofka wird nun bis zur Winterpause übernehmen", kündigt Ismaik an - wohl wissend, dass das Idol der Löwen noch keinen Trainerschein hat, sondern nur die A-Lizenz.

"Auch wenn er nur trainieren kann, werden wir dafür eine Lösung finden. Wir haben eine Kandidaten-Liste mit deutschen und ausländischen Trainern. Beim neuen Coach wird Bierofka Co-Trainer bleiben."

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