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Eigentor von St. Pauli
Der Ball springt vom Fuß von St. Paulis Hegenstad (M.) ins eigene Tor © SPORT1

Würzburg - Der FC St. Pauli steckt weiter tief in der Krise. Das Tabellenschlusslicht der Zweiten Liga verliert auch bei den Würzburger Kickers. Ein kurioses Tor entscheidet.

Der FC St. Pauli rutscht in der Zweiten Liga immer tiefer in die Krise.

Das Tabellenschlusslicht verlor zum Abschluss des 12. Spieltags auch bei Aufsteiger Würzburger Kickers mit 0:1 (0:0), ein spätes Eigentor von Verteidiger Vegar Hedenstad (84.) besiegelte die achte Saisonniederlage. (Spielplan und Ergebnisse der Zweiten Liga)

Die Mannschaft von Trainer Ewald Lienen wartet nun schon seit acht Ligaspielen auf einen Sieg, der Rückstand auf einen Nicht-Abstiegsplatz beträgt fünf Punkte. Die Kickers kletterten mit Trainer Bernd Hollerbach nach zuletzt zwei Liganiederlagen dagegen wieder auf den sechsten Platz. (Tabelle der Zweiten Liga)

"Wo soll Sicherheit herkommen, wenn man auf dem letzten Platz steht? Wir haben sehr gut gearbeitet und sind auf einem guten Weg. Es kommen aber immer wieder Rückschläge", sagte Lienen bei SPORT1.

Bei den Hamburgern waren dem Spiel bewegte Tage vorausgegangen. In der vergangen Woche hatte sich der Klub von Sportchef Thomas Meggle getrennt, Geschäftsführer Andreas Rettig übernahm vorerst das Amt. Chefcoach Lienen durfte dagegen bleiben.

Würzburgs Benatelli trifft Aluminium

Vor 13.080 Zuschauern konnte St. Pauli das Spiel in Würzburg in den ersten Minuten ausgeglichen gestalten, dann übernahmen die Gastgeber jedoch das Kommando. Würzburgs Rico Benatelli (10.) traf aus kurzer Distanz per Kopf die Latte, insgesamt wirkte die Hamburger Defensive von nun an verunsichert und wackelig. (Das Spiel zum Nachlesen im Ticker)

Das änderte sich erst im Laufe der zweiten Halbzeit, nachdem Lienen seine Mannschaft besser auf den Gegner eingestellt hatte. Das Spiel war nun hart umkämpft, allerdings gab es auf beiden Seiten kaum noch gute Torchancen. (Statistik zum Spiel)

"Wir haben sehr gut angefangen. Danach kam jedoch eine Phase, in der wir keinen Zugriff hatten. In der zweiten Halbzeit haben wir uns neu geordnet und der Gegner hatte lange keinen Torschuss", analysierte Lienen.

Hollerbach dämpft Euphorie

Kurz vor Schluss schoss dann jedoch St. Paulis Verteidiger Brian Koglin seinen Mitspieler Hedenstad an, und der Ball sprang ins Tor.

"Das Tor war glücklich. Kurzweg setzt hinterher und erzwingt so das Glück. Die Mannschaft hat ein gutes Spiel gemacht und sich den Sieg verdient", meinte Hollerbach bei SPORT1, versuchte die Euphorie angesichts des starken Saisonstarts der Kickers aber zu dämpfen.

"Wir müssen so schnell wie möglich 40 Punkte haben. Wenn wir es schaffen, in der Zweiten Liga zu bleiben, wäre das wieder eine Sensation", stellte er das Ziel klar.

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