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Der FC St. Pauli setzte sich spät gegen die Würzburger Kickers durch © Getty Images

Hamburg - Der FC St. Pauli landet gegen die Würzburger Kickers einen späten Befreiungsschlag und verlässt die Abstiegszone. Christopher Buchtmann wird zum Helden.

Der FC St. Pauli hat die Abstiegszone der 2. Liga verlassen.

Die Mannschaft von Trainer Ewald Lienen besiegte die Würzburger Kickers mit 1:0 (0:0) und zog nach Punkten mit den Franken gleich. Christopher Buchtmann sorgte mit seinem späten Treffer in der 87. Minute für den zweiten Sieg der Hamburger hintereinander. (Ergebnisse und Spielplan der 2. Liga)

"Nicht panisch geworden"

"Es geht immer weiter, man darf nie aufgeben. Die 2. Halbzeit hatte viel Schwung, wir hätten da früh schon das Tor machen können" sagte Lienen zu SPORT1. "Es ist für uns traumhaft gewonnen zu haben."  

Würzburg wartet dagegen weiter auf seinen ersten Dreier in der Rückrunde. Das Team von Coach Bernd Hollerbach verlor nach zuletzt drei Unentschieden wieder und blieb auch im zwölften Liga-Spiel im Jahr 2017 ohne Sieg. (Die Tabelle der 2. Liga)

"Wir haben mutig gespielt, ärgerlich nur, wenn der Gegner am Boden liegt, wir waren zu naiv und haben die Ordnung verloren", sagte Hollerbach am SPORT1-Mikrofon.

"Haben kompakt gestanden"

Kickers-Kapitän Sebastian Neumann ergänzte bei SPORT1: "Wir haben kompakt gestanden, doch in der zweite Halbzeit die Ordnung verloren. Wir müssen die Ruhe bewahren, ordentlich weiterarbeiten."

Technische Unzulänglichkeiten, kaum Abschlüsse, viele Fouls: Die 29.546 Fans am Hamburger Millerntor erlebten zunächst ein zerfahrenes Spiel. 

Erst in der Schlussphase der ersten Halbzeit kamen die Gastgeber zu ersten Chancen. (Das Spiel zum Nachlesen im Ticker)

Buchtmann überwindet Bollwerk

Doch zunächst vergab Cenk Sahin aus spitzem Winkel (33.), dann parierte Kickers-Keeper Jörg Siebenhandl einen Kopfball von Lasse Sobiech glänzend (39.). 

"Wir haben bis zum Ende gekämpft", sagte Sobiech SPORT1. "Der Sieg war super wichtig."

Nach der Pause wurde die Partie schwungvoller. Vor allem St. Pauli suchte jetzt von Beginn an den Vorwärtsgang und sorgte immer wieder für Gefahr vor dem Gästetor. Die beste Chance vergab zunächst Mats Möller Daehli, als er mit einem Kopfball aus kurzer Distanz (63.) nur das Außennetz traf.

Würzburg beschränkte sich vorwiegend auf die Defensive und verteidigte clever, ehe Buchtmann das Bollwerk dennoch überwand.

 

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