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Damir Kreilach schießt seinen Klub Union Berlin gegen Kaiserslautern wieder auf Platz drei.

Berlin - Union Berlin schafft mit dem Heimsieg gegen den 1. FC Kaiserslautern den Sprung auf den Relegationsplatz. Die Pfälzer müssen weiter um den Klassenerhalt zittern.

Union Berlin hat im packenden Vierkampf um den Aufstieg in die Bundesliga neue Hoffnung geschöpft. (LIVETICKER zum Nachlesen)

Die Mannschaft von Trainer Jens Keller setzte sich im Heimspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern 3:1 (1:0) durch und feierte nach zuvor drei sieglosen Spielen in Serie wieder einen Erfolg. 

"Wir haben ein gutes Spiel gemacht und uns von den Fehlentscheidungen nicht aus der Bahn werfen lassen, das zeigt die große Klasse und Qualität unserer Mannschaft", sagte der Union-Coach SPORT1.

Keller lobt Selbstvertrauen

Selbstvertrauen sei im Leben "immer wichtig", so Keller, "deswegen ist es natürlich gut, dass Sebastian Polter wieder getroffen hat. Er kann mit so einer Situation umgehen, das ist auch unglaublich wichtig."

Die von Keller angesprochenen Fehlentscheidungen: Kreilach erzielte per Flugkopfball das vermeintliche 2:1, doch Referee Benjamin Brand versagte dem Treffer wegen Abseits die Anerkennung - eine Fehlentscheidung. Wütende Attacken der Berliner folgten, ebenso vergebliche Proteste nach einem Strafraumduell zwischen FCK-Profi Robert Koch und Unions Damir Kreilach (71.) und nach Trimmels Flanke wegen Handspiels von Lauterns Marcel Gaus (72.). 

Mit nun 54 Punkten kletterten die Eisernen dank der Treffer von Kreilach (14.), Sebastian Polter (85.) und Philipp Hosiner (88.) zurück auf den Relegationsplatz und sind bei noch fünf ausstehenden Spielen punktgleich mit dem VfB Stuttgart und Eintracht Braunschweig. (Die Tabelle der 2. Liga)

"Es war eine gute Teamleistung, wir haben viele Chancen herausgespielt und wieder unser wahres Gesicht gezeigt", sagte Kreilach am SPORT1-Mikrofon. "Wir haben als Team nach den Fehlentscheidungen einfach voll durchgezogen und uns nicht beeinflussen lassen."

FCK muss weiter zittern

Kaiserslautern, für das Gaus (68.) traf, muss nach der elften Saisonniederlage (32 Punkte) weiter um den Klassenerhalt zittern. (Alle Ergebnisse im Überblick)

Vor 21.379 Zuschauern im Stadion An der Alten Försterei in Köpenick begannen die Gastgeber aggressiv und wurden früh belohnt. Nach einer Flanke von Steven Skrzybski wollte Philipp Mwene vor dem nahenden Kreilach retten, doch das Geburtstagskind erzielte seinen achten Saisontreffer.    

In der Folge bemühte sich Kaiserslautern zwar, etwas besser ins Spiel zu kommen, ordentliche Angriffe kamen bis zur Halbzeit aber nicht zustande.

Überschaubare Offensivbemühungen

Die Offensivbemühungen waren äußerst überschaubar, auch die Berliner kamen lange nicht mehr zum Zug und machten zu wenig aus ihrer spielerischen Überlegenheit.    

Erst nach dem Seitenwechsel hatte Unions Polter (53.) eine gute Gelegenheit, ehe die Gäste den Favoriten kurz schockten. Gaus, gleichzeitig bester Spieler der Roten Teufel, traf nach starker Einzelleistung.

Union gelang dank einer Leistungssteigerung jedoch noch der verdiente Sieg.

"Wir sind verdient in Führung gegangen und haben den Ball ein wenig mehr laufen lassen", sagte Polter SPORT1. "Wir waren geduldig und haben die Tore noch gemacht, darüber sind wir sehr glücklich."

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