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Sebastian Polter kassierte für ein brutales Foul an der Mittellinie glatt Rot. © Getty Images

Berlin - Union Berlins Stürmer Sebastian Polter sorgt mit einem krassen Foul für den Aufreger gegen Sandhausen. In Unterzahl zittert sich sein Team zum Heimsieg.

Union Berlins Sebastian Polter hat sich nach seinem Brutalo-Foul beim 2:1 gegen den SV Sandhausen bei Gegenspieler Sebastian Kister noch in der Kabine entschuldigt.

"Ich komme mit sehr viel Tempo in die Situation rein, mache dann einen langen Schritt und treffe ihn unglücklich. Ich bin kein unfairer Spieler, das war Pech", rechtfertigte sich Polter am SPORT1-Mikrofon, zeigte sich gleichzeitig aber auch einsichtig: "Ich habe es mir am Fernsehen angesehen, es war eine klare Rote Karte."

Polter hatte sich für seinen bösen Tritt in der 56. Minute eine glatte Rote Karte abgeholt und damit den fast schon sicheren Sieg der Eisernen erheblich in Gefahr gebracht.

Die Highlights der Partie ab 22.15 Uhr in Hattrick - Die 2. Bundesliga LIVE im TV auf SPORT1.

Polter entschuldigt sich bei Kister und Team

Nicht nur bei Gegenspieler Kister, sondern auch bei seiner eigenen Mannschaft entschuldigte sich der Stürmer nach Abpfiff: "Es tut mir einfach Leid. Ich will der Mannschaft immer helfen. Ich könnte mich gerade in Boden stampfen." (Das Spiel zum Nachlesen im Ticker)

Trotz Polters Aussetzer bezwangen die Köpenicker Sandhausen zum Auftakt des 31. Spieltags verdient und bleiben als Tabellenvierter in Schlagdistanz zu den Topteams. 

Mit 57 Punkten schloss Union vorerst zu Eintracht Braunschweig und Hannover 96 auf den Plätzen zwei und drei auf, beide sind erst am Sonntag im Einsatz. (Die Tabelle der 2. Bundesliga)

Sieg gerät nach Platzverweis in Gefahr

Philipp Hosiner (33.) und Damir Kreilach (54.) trafen für Union, das zuvor nur eine der letzten fünf Begegnungen gewonnen hatte.

Nach dem Platzverweis gegen Polter (56.) sorgte Lucas Höler (76.) mit dem Anschlusstor noch einmal für Spannung. Die noch nicht geretteten Sandhäuser haben nach ihrer siebten Auswärtsniederlage noch fünf Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz. (Ergebnisse und Spielplan)

"Bis zur Roten Karte waren wir gut, dann hatten wir ein bisschen Glück. Das war einfach eine dumme Aktion", beurteilte Union-Trainer Jens Keller die umstrittenste Situation des Abends am SPORT1-Mikrofon.

Kister: "Das war Wahnsinn"

Der gefoulte Kister war einfach nur froh, dass nicht mehr passiert ist: "Ich finde, das ist Wahnsinn, wie er da rein geht. Ich hatte einfach nur Glück, dass ich mich nicht verletzt habe", so der 30-Jährige bei SPORT1.

Vor 22.012 Zuschauern im ausverkauften Stadion an der Alten Försterei legte Union ab der 20. Minute den Vorwärtsgang ein. Ein Schuss des tragischen Helden Polter (26.) strich noch knapp am Pfosten vorbei, wenig später war Hosiner aber zur Stelle.

Der Österreicher spitzelte den Ball durch die Beine von SVS-Keeper Marco Knaller zu seinem sechsten Saisontor ins Netz. Nur zwei Minuten später köpfte Kreilach an den Außenpfosten (35.).

Nach der Pause vergab Richard Sukuta-Pasu zunächst aus kurzer Distanz den Ausgleich für Sandhausen (49.), wenig später drückte Kreilach den Ball auf der Gegenseite nach einer Ecke über die Linie. In Unterzahl wurde es nach Hölers Treffer noch einmal spannend.

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