vergrößernverkleinern
Marco Stiepermann brachte den VfL Bochum mit seinem 2:2 endgültig zurück ins Spiel © Imago

Bochum - Dynamo Dresden spielt Bochum in der ersten Halbzeit an die Wand. Nach der Pause gleicht der VfL aber innerhalb von 41 Sekunden und spielt danach wie im Rausch.

Dem VfL Bochum ist der Klassenerhalt in der 2. Fußball-Bundesliga nach einer nicht mehr für möglich gehaltenen Wende im Spiel gegen Dynamo Dresden kaum noch zu nehmen. (Das Spiel zum Nachlesen im Ticker)

Die Mannschaft von Trainer Gertjan Verbeek gewann nach einer desaströsen ersten Halbzeit und einer deutlichen Steigerung im zweiten Abschnitt mit 4:2 (0:2) und hat nach dem Auftakt des 31. Spieltags sieben Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz 16. (Die Tabelle der 2. Bundesliga)

Die Highlights der Partie ab 22.15 Uhr in Hattrick - Die 2. Bundesliga LIVE im TV auf SPORT1.

Drei Tore oder mehr waren dem ansonsten doch eher mit Treffern geizendem VfL zuletzt am 8. Spieltag beim 4:2 in Aue gelungen. In den vergangenen fünf Partien hatten die Bochumer Offensivkräfte nur einmal jubeln dürfen.

Der Ex-Dresdner Anthony Lossila (70.) und Görkem Saglam (88.) vollendeten vor 17.264 Zuschauern eine furiose Aufholjagd, zuvor hatten Thomas Eisfeld (50.) und Marco Stiepermann (51.) innerhalb von 41 Sekunden das Match egalisiert.

"Die erste Halbzeit war bodenlos, das war ganz schlecht von uns", sagte Bochums Felix Bastians zu SPORT1, sein Trainer Verbeek meinte: "Nach der Pause hatten wir nichts mehr zu verlieren, vier Tore sind natürlich überragend. Trotzdem ist es immer noch sehr eng unten. Wir müssen noch so viele Punkte holen wie es geht."

Video

Neuhaus: "Dumm aus der Hand gegeben"

Dynamo-Coach Uwe Neuhaus haderte am SPORT1-Mikrofon: "Ich habe selten ein Spiel gesehen, das dümmer aus der Hand gegeben wurde. Drei individuelle Fehler in wenigen Minuten hintereinander. Das waren die Knackpunkte. Das war sehr erschreckend."

Verbeek hatte in der Halbzeitpause anscheinend die richtigen Worte gefunden, um sein lethargisches Team wachzurütteln. Nach den Dynamo-Treffern von Niklas Hauptmann (8.) und Akaki Gogia (26.) hatte den VfL ein lautes Pfeifkonzert in die Kabine begleitet.

Dresden zeigte im Ruhrstadion nur in der ersten Halbzeit eine Reaktion auf die dürftigen Vorstellungen der vergangenen drei Partien. Nach der Pause fehlte den Gästen, die bis vor wenigen Wochen noch vom Durchmarsch in die Bundesliga geträumt hatten, wie zuletzt die Spannung. (Ergebnisse und Spielplan)

Dresden droht einer guten Saison im Schlussspurt einen faden Beigeschmack zu verleihen.

teilentwitternsammelnE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel