vergrößernverkleinern
Hannover, Stuttgart, Braunschweig und Union kämpfen um den Aufstieg
Hannover, Stuttgart, Braunschweig und Union kämpfen um den Aufstieg © SPORT1-Grafik: Getty Images/Imago/iStock

München - Christian Beeck schätzt die Aufstiegschancen in der Zweiten Liga ein. Der SPORT1-Experte lobt zudem Hannovers Personalpolitik und hat Respekt vor Stuttgart.

Hallo Zweitliga-Freunde,

im Kampf um den Aufstieg scheint Hannover 96 mit der Verpflichtung von Andre Breitenreiter die richtige Entscheidung getroffen zu haben - ein erfahrener Trainer, der auch schon mal aufgestiegen ist. In der Länderspielpause ist es ihm gelungen, die Mannschaft gut einzustellen. Mit dem Sieg gegen Union Berlin kam auch das nötige Selbstvertrauen zurück.

Die Berliner hatten davor alles gewonnen. Dass sie jetzt schwächeln, war auch klar. Ich denke aber, alle vier Mannschaften, die da vorne stehen, können noch aufsteigen. Dazu zählt neben Stuttgart und Braunschweig auch Union, auch wenn sie jetzt mal zwei Spiele nicht gewonnen haben. Allerdings müssen sie jetzt in Düsseldorf wieder punkten und vor allem das Tor treffen.

Bei Stuttgart darf man nicht vergessen, dass es noch eine sehr junge Mannschaft ist und sie frisch zusammengestellt wurde. Dass die nicht stabil durchspielt, war klar. Die haben zwar eine hohe Qualität. Aber gegen Mannschaften, wie Dynamo Dresden oder 1860 München, die dagegenhalten, ist es nicht einfach. Dass sie am Ende dennoch ihre Punkte holen und nicht verlieren, spricht dafür, dass sie topfit sind.

Dresden hat noch eine Mini-Chance auf den Aufstieg, die typische Chance, wenn man oben dabei ist und noch dran schnuppert. Aber da darf jetzt nichts mehr schiefgehen. Nur wenn sie ihre restlichen Spiele alle gewinnen sollten, dann werden sie mit dabei sein. Die haben keinen Druck und spielen frisch und fröhlich auf. Das haben sie auch gegen Heidenheim gezeigt.

Für mich war aber schon die gesamte Saison klar, dass Hannover und Stuttgart aufsteigen. Darauf lege ich mich auch jetzt fest. Den Relegationsrang machen Braunschweig, Union und Dresden aus.

Video

Dass der Karlsruher SC auch unter Mirko Slomka weiter erfolglos war, habe ich nicht erwartet. Seine Entlassung hat mich nach den letzten Ergebnissen nicht mehr überrascht. Karlsruhe hat sich mit der Verpflichtung von Slomka und Sportdirektor Oliver Kreuzer sozusagen verwechselt. Das ist schlimm für den Verein.

Ich habe zwar noch die Hoffnung, dass dieser Traditionsverein in der zweiten Liga bleibt. Es sind ja noch ein paar Spiele. Aber das Risiko ist schon sehr, sehr groß, dass der KSC absteigt.

Bei Mirko Slomka ist die Performance bei den letzten Stationen negativ. Wenn es überall schnell zu Ende geht, wie zuletzt im Fall von Slomka, ist das nie gut für einen Trainer. Da hat man seinen Ruf weg. Für ihn wird es jetzt richtig schwierig auf dem Trainermarkt.

Bis zum nächsten Mal,

Euer Christian Beeck

Christian Beeck absolvierte während seiner Profilaufbahn insgesamt 79 Bundesliga- und 88 Zweitligaspiele. Neben Union Berlin war er unter anderem für Hansa Rostock, Fortuna Düsseldorf und Energie Cottbus am Ball. Für Union und Cottbus war Beeck nach seiner aktiven Zeit als Spieler auch im Management tätig. Für SPORT1 analysiert Beeck auch in dieser Saison das Geschehen rund um die Zweite Liga.

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel