vergrößernverkleinern
Simon Terodde schießt den VfB zum späten Sieg © Imago

Der VfB ist die Tabellenführung in der Zweiten Liga schon fast wieder los. Doch dann schlägt Simon Terodde nach vielen vergeben Chancen gegen Bielefeld zu.

Der VfB Stuttgart hat in der 2. Bundesliga die Tabellenspitze erfolgreich verteidigt und die Abstiegssorgen von Arminia Bielefeld vergrößert.

Die Schwaben bezwangen das Team von Jeff Saibene am 29. Spieltag mit 3:2 (0:1) und führen die Tabelle mit 57 Punkten vor Hannover 96 (56) an.

Die Niedersachsen hatten mit ihrem Sieg gegen Eintracht Braunschweig (1:0) am Samstag zwischenzeitlich Platz eins übernommen. 

Video

Wolf: "Sind noch nicht fertig"

VfB-Trainer Hannes Wolf blickte schon auf die kommenden Aufgaben: "Es fühlt sich großartig an, ein Spektakel. Dass wir das noch drehen, ist Wahnsinn. Wir sind noch nicht fertig auf unserem Weg."

Bielefeld kassierte trotz einer beherzten Leistung die erste Niederlage im vierten Spiel unter Saibene und droht als Tabellen-17. weiter in die 3. Liga abzusteigen. 

Torhüter Daniel Davari, der kurz vor dem Ausgleich patzte: "Ich muss den Ball in der Situation über das Dach schießen, dann ist die Sache erledigt. Aber so spielt kein Absteiger. Wir haben uns heute gut verkauft und hätten etwas verdient gehabt."

Teroddes Doppelpack bringt den Sieg

Alexandru Maxim (51.) und Simon Terodde (54./89.) drehten das Spiel für die Stuttgarter, nachdem Christoph Hemlein (15.) die Bielefelder in Führung geköpft hatte. Reinhold Yabo (73.) glich zum zwischenzeitlichen 2:2 aus.

Matchwinner Terodde lobte vor allem Vorbereiter Ginczek: "Er hat mir die Dinger immer wieder gut durchgesteckt. Ich hätte schon früher ein Tor machen können, aber in der 89. Minute reicht es ja auch noch."

Die Gäste waren vor 22.034 Zuschauern die spielbestimmende Mannschaft, bevor Bielefeld der Führungstreffer gelang. Im Anschluss spielten die Arminen engagiert und kamen mit Kontern häufiger gefährlich vor das Stuttgarter Tor. Das Team von Hannes Wolf behielt weiter mehr Spielanteile, scheiterte aber immer wieder an der sicher stehenden Bielefelder Abwehr. 

Arminia kämpft tapfer - und vergeblich

Nach der Pause führte ein Patzer von Daniel Davari zum Ausgleich: Der Bielefeld-Keeper spielte den Ball nach einem Stuttgarter Angriff außerhalb des Strafraums direkt in die Beine von Maxim, der den Ball aus rund 40 Metern über Davari ins leere Tor schoss. Terodde umtänzelte wenig später die Arminia-Abwehr und traf zum 2:1.

Bielefeld gab sich aber nicht geschlagen. Hemlein (60./71.) hatte zweimal den zweiten Treffer auf dem Fuß, bevor Yabo schließlich der Ausgleich gelang. Letztlich war auch das zu wenig.

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel