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Norbert Meier gerät nach der Pleite gegen Sandhausen gehörig unter Druck © Getty Images

Sandhausen - Für Kaiserslautern kommt es in Sandhausen knüppeldick. Ein Phantom-Elfmeter sorgt für Aufregung. Trainer Norbert Meier erhält dennoch Rückendeckung.

Der 1. FC Kaiserslautern kann in der 2. Bundesliga nicht mehr gewinnen und steckt tief in der Krise. (Spielplan und Ergebnisse der 2. Bundesliga)

Nach einem kuriosen 0:1 (0:0) beim SV Sandhausen am 6. Spieltag ist der FCK weiter ohne Sieg, Trainer Norbert Meier steht beim Tabellen-17. mit dem Rücken zur Wand.

"Schwierige Situationen sind dazu da, dass man sie meistert. Wir müssen alles daran setzen, dass wir das schaffen", bemühte sich Meier im Anschluss an die Partie um kämpferische Zuversicht.

FCK-Sportdirektor Boris Notzon gab Meier ungeachtet des Negativlaufs eine Jobgarantie für das nächste Spiel. "Norbert Meier bleibt Trainer. Norbert Meier führt die Mannschaft am Dienstag auch ins Spiel gegen Erzgebirge Aue", sagte Notzon. 

Schiedsrichter nimmt Elfmeter zurück

Sandhausen verbesserte sich derweil vorübergehend auf den dritten Platz. (Tabelle der 2. Bundesliga)

Eine Szene für die Schiedsrichter-Ausbildungen ereignete sich in der 63. Minute. Nach einem Zweikampf im eigenen Strafraum und einem vermeintlichen Pfiff von Rene Rohde (Rostock) stoppte SVS-Abwehrspieler Tim Kister den Ball am Boden fernab von Gefahr mit der Hand, um einen schnellen Freistoß auszuführen.

Doch der Pfiff, den Kister wahrgenommen hatte, kam von den Zuschauerrängen. Rohde gab Elfmeter und nahm ihn nach minutenlanger Diskussion wieder zurück. Kurz darauf traf Lucas Höler (68.) für die Gastgeber.

"Ich habe ein Handspiel meines Gegenspielers gesehen. Dann gab es einen Pfiff, vermutlich aus unserem Block - wie schon beim letzten Spiel. Dann hat mein Teamkollege auch noch gesagt, 'führ schnell aus'", erklärte Kister seine Reaktion bei Sky.

Kaiserslautern enttäuscht

"Ich glaube, das war bezeichnend für unsere momentane Situation", beschrieb Trainer Meier die Szene.

Nejmeddin Daghfous hätte schon das 1:0 erzielen können, doch der Tunesier traf mit einem Schlenzer für den überlegenen SVS die Querlatte (23.). Schalke-Leihgabe Haji Wright scheiterte zudem alleine vor dem aufmerksamen Lauterer Torhüter Marius Müller (45.). (Das Spiel zum Nachlesen im Ticker)

Die Gäste-Mannschaft ließ jegliche spielerische Klasse vermissen. Fast alle Angriffe versandeten durch Ungenauigkeiten, die 3000 mitgereisten Fans unter den 8100 Zuschauern im Hardtwald-Stadion pfiffen schon kurz vor der Halbzeitpause.

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