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Dirk Schuster war bereits von Dezember 2012 bis Juni 2016 Trainer beim SV Darmstadt
Dirk Schuster führte Darmstadt von der dritten Liga in die Bundesliga © Getty Images

Dirk Schuster schwärmt bei der Pressekonferenz von seinem neuen alten Verein Darmstadt - und findet lobende Worte für Vorgänger Torsten Frings.

Für Dirk Schuster war die Rückkehr auf die Trainerbank von Darmstadt 98 eine Herzensangelegenheit. Als der Anruf von Lilien-Präsident Rüdiger Fritsch gekommen sei, "ist mein Herz wieder angesprungen", sagte der 49-Jährige am Dienstag auf einer Pressekonferenz des Zweitligisten. Schuster unterschrieb als Nachfolger des am Samstag entlassenen Torsten Frings einen Vertrag bis zum 30. Juni 2019.

Von 2012 bis 2016 hatte Dirk Schuster mit den 98ern einen Durchmarsch von der 3. Liga in die Bundesliga und dort sogar den Klassenerhalt geschafft. 2016 war er für diesen Coup zum Fußball-Trainer des Jahres gewählt worden. Im Sommer 2016 wechselte er dann auf eigenen Wunsch zum FC Augsburg, wo er im Dezember entlassen worden war.

In Darmstadt trifft Dirk Schuster auf eine verunsicherte Mannschaft, die seit elf Spielen sieglos ist und mit nur 18 Punkten auf Relegationsplatz 16 liegt - obwohl in Kevin Großkreutz neben weiteren ehemaligen Bundesligaprofis sogar ein Weltmeister im Kader steht. Das 0:1 am Samstag in Aue hatte Frings den Job gekostet.

Schuster, der am Dienstagnachmittag erstmals das Training leitet, will aber am Böllenfalltor nicht alles auf den Kopf stellen. "Wir wollen die guten Sachen, die Torsten eingeführt hat, übernehmen und neue Ideen einbringen", sagte er. Jetzt stünden erstmal viele Gespräche an, man müsse "Ursachenforschung betreiben und Lösungsansätze finden". Dann geht es am Sonntag (13.30 Uhr) zum Rückrundenstart zum Vorletzten SpVgg Fürth.

Schuster erklärte, er habe mit seinem Vorgänger Frings telefoniert. "Er hat mir auch in der Trainerkabine eine Nachricht an der Flip-Chart hinterlassen. Er ist ein toller Mensch und hat hier sehr gute Arbeit geleistet", schwärmte Schuster. Sein Plan sei es, "viele Dinge von Torsten" beizubehalten und zusätzlich eigene Ideen zu entwickeln.

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