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Der Gewaltexzess in Altenessen schockiert den Essener Amateurfußball

Ein Kreisligaspieler ist nach einer Tätlichkeit lebenslang gesperrt worden. Die Kreisspruchkammer des Essener Nord-West-Kreises verhängte diese drakonische Strafe.

Das berichtet der "Reviersport". Der Gewaltexzess in Altenessen hatte den Essener Amateurfußball schockiert.

Der Spieler von Juspo Altenessen II hatte seinen Gegenspieler zunächst mit einem Kopfstoß niedergestreckt und dem am Boden liegenden Opfer anschließend mehrfach gegen den Kopf getreten. Aufgrund dieser brutalen Attacke verhängte die Kreisspruchkammer die drakonische Sperre.

Allerdings ist das Urteil noch nicht rechtskräftig. Der Verein kündigte Einspruch an. Sollte die lebenslange Sanktion bestätigt werden, dürfte der Kicker in ganz Deutschland nie mehr ein offizielles Fußballspiel bestreiten.

"Aufgrund beider Tätlichkeiten, die der Spieler in brutaler Art und Weise begangen hat, sahen wir keine andere Möglichkeit, als ihn unbegrenzt aus dem Verkehr zu ziehen. Uns lagen klare und deutliche Zeugensagen vor, die dem Bericht des Schiedsrichters entsprachen", sagte Karl Schüler, der Vorsitzender Kreisspruchkammer, dem Reviersport.

Der Verein habe nun zehn Tage Zeit, gegen dieses Urteil in Berufung zu gehen.

"Sollte das der Fall sein, wird von der Bezirksspruchkammer in Duisburg erneut verhandelt", sagte Schüler, der die Haltung des Klubs des Verurteilten kritisierte: "Man sollte sich von solchen Gewalttaten klar distanzieren, doch stattdessen wird der Spieler auch noch in Schutz genommen. Der Angeklagte hat seine Tat trotz eindeutiger Zeugenaussagen auch noch abgestritten und behauptete, er wäre zuerst angegriffen worden.

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