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Thomas de Maiziere ist seit Dezember 2013 Innenminister
Thomas de Maiziere ist seit Dezember 2013 Innenminister © getty

Bundesinnenminister Thomas de Maiziere begrüßt angesichts der Skandale im Fußball-Weltverband FIFA und der Diskussionen um dessen Präsidenten Joseph S. Blatter die Reformbemühungen des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) und der Europäischen Fußball-Union (UEFA).

"Was ich da sehe, und insbesondere das bemerkenswerte Interview vom DFB-Präsidenten Wolfgang Niersbach, sehe ich mit großer Sympathie", sagte der auch für den Sport zuständige Minister in einem Interview mit dem "Deutschlandfunk".

Niersbach hatte signalisiert, dass die UEFA einen eigenen Kandidaten bei der Wahl des FIFA-Präsidenten nominieren werde.

De Maiziere sagte jedoch, dass er keine Empfehlungen abgeben werde, was die FIFA angehe: "Ich möchte nicht, dass die FIFA oder Herr Blatter bestimmt oder sich öffentlich dazu äußert, wer in Deutschland die Bundesregierung stellt. Deswegen möchte ich mich nicht dazu äußern, wie die Personalentscheidungen in der FIFA zu erfolgen haben."

Darüber hinaus bezog de Maiziere im Streit zwischen dem Land Bremen und dem DFB sowie der Deutschen Fußball Liga (DFL) klar Position für die Fußball-Verbände: Das Konzept des SPD-geführten Bundeslandes Bremen, die Kosten für Polizeieinsätze bei Hochrisikospielen an die DFL weiterzureichen, lehnte er ab.

"Ich halte den Weg für falsch", sagte der CDU-Politiker und erläuterte: "Sie können nicht den gewinnorientierten Fußballvereinen eine Rechnung stellen und dem Oktoberfest oder anderen gewinnorientierten Veranstaltungen nicht.

Er gehe davon aus, dass die Bremer Entscheidung keinen rechtlichen Bestand haben werde, sagte de Maiziere, zudem billigte er, dass der DFB den Bremern das EM-Qualifikationsspiel Deutschland gegen Gibraltar am 14. November 2014 entzog und nach Nürnberg verlegte.

"Wenn das ein unfreundlicher Akt gegenüber der DFL war, dann habe ich ein gewisses Verständnis dafür, dass sie sagen: Einen Gefallen müssen wir Euch jetzt nicht nochmal tun."

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