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Der ehemalige Bundesliga-Referee vertraut seinen Nachfolgern
Der ehemalige Bundesliga-Referee vertraut seinen Nachfolgern © imago

Für Lutz Michael Fröhlich, Schiedsrichter-Abteilungsleiter des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), ist die Gefahr der Spielmanipulation in den höchsten Fußballligen auch gut zehn Jahre nach dem "Hoyzer-Skandal" nicht vollständig gebannt.

"Von den Rahmenbedingungen gibt es dafür überhaupt keinen Grund. Aber das war damals kaum anders", sagte der ehemalige FIFA-Referee der "Bild am Sonntag": "Wir haben im Schiedsrichterwesen in der Vergangenheit viel getan, die Bedingungen sind exzellent, auch materiell. Ich habe großes Vertrauen in unsere Schiedsrichter, aber eine hundertprozentige Garantie kann ich nicht geben. Auch Hoyzer hatte ich dies nicht zugetraut."

Der frühere Schiedsrichter Robert Hoyzer (Berlin) hatte im Auftrag der Wettmafia mehrere Spiele verschoben oder dieses versucht.

Im Januar 2005 gestand er seine vorsätzlichen Fehlentscheidungen bei Pokal- und Zweitliga-Spielen und saß anschließend wegen Beihilfe zum Betrug 14 Monate hinter Gittern.

67.000 Euro hatte er von der Wettmafia für seine "Dienste" erhalten.

Außergerichtlich hatte der Ex-Schiedsrichter gegenüber dem DFB einen Schadensersatz in Höhe von 750.000 Euro anerkannt.

Allerdings muss der frühere Referee nur 126.000 Euro in Raten zahlen, inzwischen ist er beim Regionalligisten Berliner AK engagiert.

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