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Sebastian Rode mit Sonnebrille
Sebastian Rode wechselte von Eintracht Frankfurt zum FC Bayern © getty

Doha - Sebastian Rode spricht bei SPORT1 über den Konkurrenzkampf mit Bastian Schweinsteiger und Xabi Alonso und Ziele beim FC Bayern.

Aus dem Trainingslager des FC Bayern berichtet Christoph Lother

Sebastian Rode verlässt das Gastgeberland der WM 2022 mit einem guten Gefühl.

Eine Woche lange bereitete sich der 24-Jährige gemeinsam mit seinen Teamkollegen vom FC Bayern in Katar auf die Rückrunde vor - und hinterließ dabei einen bemerkenswert positiven Eindruck.

In jedem Training war der Mittelfeldmann voll bei der Sache, ackerte und rackerte - egal bei welcher Übung.

Auch beim 4:1 der Bayern im Testspiel gegen eine Auswahl der Katar Stars League am vergangenen Dienstag hatte Rode viele gute Momente, setzte - gerade nach vorne - immer wieder Akzente.

Mit Selbstbewusstsein nach Saudi-Arabien

Kein Wunder also, dass der ehemalige Frankfurter an diesem Samstag selbstbewusst die Heimreise antritt.

Auf der machen die Bayern noch einen kurzen Zwischenstopp in Saudi-Arabien, testen dort gegen den nationalen Spitzenklub FC Al-Hilal (20 Uhr EXKLUSIV im TV auf SPORT1).

Für Rode eine weitere Gelegenheit, im harten Konkurrenzkampf innerhalb der Münchner Mannschaft erneut zu punkten und seine Aussichten auf Einsätze in den kommenden, großen Partien des deutschen Rekordmeisters zu erhöhen.

Im SPORT1-Interview spricht er über seine Entwicklung im zurückliegenden halben Jahr, die tägliche Arbeit mit Bayerns Weltstars und seine ersten K.o.-Spiele in der Champions League.

SPORT1: Herr Rode, für Sie war es das erste Wintertrainingslager mit dem FC Bayern in Doha. Wie fällt Ihr Fazit aus?

Sebastian Rode: Sehr gut. Die Trainingsbedingungen waren super. Und ich bin gesund geblieben, konnte alle Trainingseinheiten voll mitmachen. Jetzt gilt es, in Saudi-Arabien noch einen sauberen Abschluss hinzulegen.

SPORT1: Klingt ganz so, als hätten Sie den Grundstein für eine erfolgreiche Rückrunde gelegt …

Rode: Ja, ich denke, das haben wir. David (Alaba, Anm. d. Red.) ist zurück, Holger (Badstuber, Anm. d. Red.) kommt auch immer besser rein. Das sind gute Nachrichten.

SPORT1: Auch Bastian Schweinsteiger und Xabi Alonso sind wieder voll dabei. Machen Sie sich angesichts dieser großen Konkurrenz im Mittelfeld Sorgen um Ihre Einsatzchancen?

Rode: Nein. Ich habe in jedem Training meine Leistung abgerufen und brauche mir nichts vorwerfen. Das ist schon mal wichtig. Und natürlich freue ich mich, wenn jemand zurückkommt und nicht wenn jemand verletzt ausfällt. Das wünscht man niemandem.

SPORT1: Schauen Sie sich gerade von gestandenen Weltklasse-Profis wie Alonso oder Schweinsteiger im Training denn etwas ab?

Rode: Natürlich. Gerade mit Xabi spreche ich sehr viel - und über alles Mögliche. Wenn er etwas nicht so gut versteht, übersetze ich es ihm ins Englische. Auf der anderen Seite gibt er mir immer wieder wertvolle Tipps. Sowohl Xabi, als auch Bastian sind außergewöhnliche Persönlichkeiten auf dem Platz. Die Art, wie sie sich bewegen und was sie während einem Spiel so alles machen, ist schon beeindruckend.

SPORT1: Sie sind inzwischen seit einem halben Jahr beim FC Bayern. Würden Sie sagen, dass Sie in dieser Zeit schon einen Sprung nach vorne gemacht haben?

Rode: Auf jeden Fall. Ich habe sowohl vom Trainer, als auch von den anderen Jungs hier schon eine Menge gelernt und mein Spiel entsprechend verbessert - gerade in Sachen Tempo.

SPORT1: In der Champions League hatte Ihr Team vor der Winterpause so gut wie keine Mühe. Auch Achtelfinal-Gegner Schachtjor Donezk sollte schlagbar sein. Freuen Sie sich schon auf die ganz großen Europapokal-Abende danach?

Rode: Klar, ich freue mich ungemein darauf. Wir sollten allerdings nicht den Fehler machen, Donezk zu unterschätzen. Mit ihren Brasilianern vorne drin sind die schon gefährlich. Da müssen wir aufpassen. Aber ja: Ich will so weit wie möglich kommen und auch die ganz dicken Dinger erleben.

SPORT1: Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Bayern am Saisonende innerhalb von einer Woche zwei Finals in Berlin bestreiten?

Rode: Da sollten wir jetzt noch nicht rumrechnen - auch wenn wir uns natürlich wünschen, bei beiden Spielen dabei zu sein. Die Saison ist wirklich noch lang und wir müssen bis zum Schluss Vollgas geben. Es wurde oft genug über die vergangene Saison gesprochen. Diesen Schlendrian, der damals reinkam, dürfen wir uns nicht noch einmal erlauben.

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