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DFB-Präsident Wolfgang Niersbach, Staatsministerin Aydan Özoguz, Beauftragte der Bundesregierung für Migration, und DFL-Präsident Reinhard Rauball (v.l.) © Getty Images

Der deutsche Fußball verstärkt angesichts der steigenden Flüchtlingszahlen seine Bemühungen für eine bessere Integration.

Die Stiftungen der Deutschen Fußball Liga (DFL) und des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) schnürten gemeinsam mit der Bundesregierung ein auf zwei Jahre angelegtes Finanzpaket über 1,2 Millionen Euro für nachhaltige Projekte zur Integration von Flüchtlingen.

Zudem steht der kommende Spieltag in der Bundesliga und 2. Liga im Zeichen der Integration. Im Fernsehen werden Werbespots mit Fußballstars wie Ilkay Gündogan und Benedikt Höwedes laufen. In allen Stadien sind vielfältige Aktionen zu dem Thema geplant. Der Trikotsponsor des 1. FC Köln (REWE Group) verzichtet zudem auf
seinen Namenszug auf der Brust der Spieler. Dafür steht auf dem Trikot das Wort "Toleranz".

"Wir wollen ein Zeichen setzen und für eine echte Willkommenskultur in Deutschland werben", sagte Liga-Präsident Reinhard Rauball bei der Vorstellung der "Integrationsinitiative
des deutschen Fußballs" im Bundeskanzerlamt am Donnerstag: "Es gibt leider noch ein paar Leute, die überzeugt werden müssen."

DFB-Präsident Wolfgang Niersbach ergänzte, dass das Problem der zunehmenden Flüchtlinge vor allem die kleinen Amateurvereine treffe. Deswegen werde demnächst eine Broschüre an die Klubs verschickt mit nützlichen Hinweisen zum richtigen Umgang mit dem Thema. "Wir wollen die Menschen, die schlimme Einzelschicksale hinter sich haben, mit offenen Armen und offen Türen empfangen", sagte Niersbach.

Staatsministerin Aydan Özoguz, Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, dankte dem Fußball für die Unterstützung. "Ich musste keine Türen einrennen, sie standen mir bereits offen", sagte Özoguz und ergänzte: "Wir wollen deutlich machen, dass um uns herum nicht alle Menschen in Frieden leben, dass manche zu Flüchtlingen werden, und dass wir damit umgehen wollen."

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