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Oberbürgermeister Bernd Wiegand wirbt für gewaltfreien Fußball und erklärt bei SPORT1, warum das Trainingscamp mit RB Leipzig in Halle auf jeden Fall stattfinden soll

Bernd Wiegand will sich auch von einer Onlinepetition gegen die "Mitteldeutsche Fußballwoche für Toleranz", an der auch Zweitligist RB Leipzig teilnimmt, nicht aufhalten lassen. Der Oberbürgermeister der Stadt Halle betonte die Wichtigkeit des Projekts für den Fußball.

"Wir sind fest davon überzeugt, dass wir nur durch das Miteinander und das immer wieder Propagieren von Toleranz ermöglichen, dass Familien ohne Gewalt und unbeschwert ins Stadion gehen können", erklärte Wiegand SPORT1.

Die Aktion stößt auf großen Widerstand, weil unter andererm auch der bei einigen Fußballfans verhasste Zweitligist RB Leipzig an dem Trainingscamp für junge Kicker teilnehmen soll.

"Es geht nicht nur um RB Leipzig, es geht um unsere Region, aber es geht aber natürlich auch um ein gewaltfreies Anbieten von Fußball", sagte Wiegand weiter.

Im Internet kursiert seit Mittwoch unter dem Titel "Kein RB Trainingscamp in Halle" eine Online-Petition, die am 10. Juni an Wiegand übergeben werden sollen. Initiator Ralf K. will bis dahin 5000 Unterschriften sammeln - bis Freitag haben bereits knapp 3000 Menschen ihre Stimme abgegeben.

Das Trainingscamp soll vom 20. Bis 24. Juli im Erdgas Sportpark, dem Spielort von Drittligist Hallescher FC, stattfinden.

Zuvor hatte RB Leipzig in diesem Zeitraum ein Nachwuchscamp auf dem Trainingsgelände der SG Motor Halle geplant, dass nach Drohungen und Hasstriaden aber von dem Stadtoberligisten abgesagt wurde.   

Daraufhin hatte sich die Stadt Halle eingeschaltet und die "Mitteldeutsche Fußballwoche für Toleranz" ins Leben gerufen.

RB Leipzig hat sich bisher noch nicht zu den Vorfällen geäußert.

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